Es lauern Gefahren im Internet
Geislingen. Für Kinder und Jugendliche lauern Gefahren im Internet. Rund 80 Mütter und Väter kamen jetzt zu einer Veranstaltung in die Kreissparkasse, bei der Polizeihauptmeister Thorsten Göthe aufklärte.
Geladen hatten der Sportkreis Göppingen in Kooperation mit der Polizeidirektion zu dieser Veranstaltung im Sparkassensaal am Sternplatz. Im Mittelpunkt standen die modernen Kommunikationsmedien und ihre Gefahren für Kinder und Jugendliche. Thorsten Göthe (39) ist seit neun Jahren Jugendsachbereichsleiter bei der Polizei, er informierte mit anschaulichen Beispielen aus seiner Arbeit und seinem Familienleben, da er selbst zwei Söhne im Alter von elf und acht Jahren hat.
Da Kinder sich an bestimmte gesehene Dinge sehr lange erinnern, sei es wichtig für die Eltern, immer zu wissen, was die Buben und Mädchen im Internet sehen und welche Spiele sie spielen, sagte Göthe. Man könne sich nicht vorstellen, was es im Internet an Pornografie und Gewalt so alles gebe. Eine große Gefahr verbirgt sich nach Information des Polizisten auch in den zahlreichen Chatrooms, die gerade bei Kindern und Jugendlichen sehr beliebt sind. Leichtfertig gehen Kinder hier oft mit persönlichen Daten um, stellen Name, Alter, Anschrift, Telefonnummer und Foto ins Netz und sind somit "leichte Beute". Über verbalen sexuellen Missbrauch bis zum Nachstellen bei Herausgabe von Adresse oder Telefonnummer reichen die Gefahren. 26 Prozent aller Zwölf- bis 13-Jährigen wurden Umfragen zufolge im Chat schon mal nach Adresse oder Rufnummer gefragt.
Großer Beliebtheit, so der Referent, erfreut sich das Cybermobbing. Hier werden durch gezielte Verletzungen und Belästigungen Einzelne, Gruppen oder ganze Schulklassen gezielt gemobbt.
Leicht schlittern Kinder und Jugendliche beim Surfen im Netz auch in Kostenfallen oder sie begehen gar Straftaten. Viele Downloads kosten Geld, was aber oft geschickt verborgen wird. Schnell tappt man dann in eine "Abofalle". Da auch im Internet das Urheberrecht gilt, kann das kostenlose Herunterladen von Bildern oder Musik schnell zur Straftat werden.
Selbst das Handy birgt vielfältige Gefahren. Das Herunterladen von Klingeltönen kann kostenpflichtige teure Aboverträge nach sich ziehen.
Der Polizeihauptmeister mahnte zur Vorsicht und appellierte an die Eltern, sich selbst mit Internet vertraut zu machen, mit den Kindern zu sprechen und sich das Handy regelmäßig zeigen zu lassen. Browserverläufe auf dem Computer könnten kontrolliert werden, Filtersoftware sollte eingesetzt und die Zeit, die die Kinder vor dem PC verbringen, begrenzt werden. Der Computer sollte an einer Stelle stehen, an der die Eltern Kontrollmöglichkeit haben und die Kinder bei der Arbeit mit dem Computer unterstützen können. Im Internet selbst gibt es zahlreiche Möglichkeiten für Eltern, sich weiter über dieses Thema zu informieren. Auch in der Polizeidirektion Göppingen bekommt man kompetente Hilfe unter der Rufnummer Telefon: (07161) 63-23 59.
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Autor: JOACHIM ABEL | 13.03.2010
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Polizeihauptmeister Thorsten Göthe informierte auf Einladung vom Sportkreis rund 80 Mütter und Väter zum Thema "Gefahren im Internet". Foto: ajo
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