"Das Pferd motiviert"

Geislingen / Oberböhringen.  Seit dem Jahr 2004 dürfen die Schüler der Geislinger Bodelschwinghschule regelmäßig an einer Reittherapie teilnehmen. Damit das auch in Zukunft möglich ist, benötigen sie die Hilfe der GZ-Leser.

Ängstlich setzt sich Bastian auf das Pferd und klammert sich an den Sattelknauf. Doch als der Junge, der am Downsyndrom leidet, eine Stunde später vom Ausreiten wieder zurückkehrt, strahlt er und steigt nur widerwillig vom Pferd.

Solche Momente erlebt die Lehrerin Friederike Gölz des Öfteren. Sie und Dominik Dörrer, der zurzeit ein freiwilliges soziales Jahr an der Bodelschwinghschule absolviert, begleiten eine der drei Reitgruppen der Geislinger Schule. Auf dem Gelände von Elke Hofmann-Hammer bei Oberböhringen nehmen die Schüler an einer Reittherapie teil. Den Kindern tut der Kontakt mit den lammfrommen und geschulten Tieren, die Bewegung mit und auf den Pferden sowie der Aufenthalt in der Natur gut.

"Und noch viel mehr", fügt Reittherapeutin Elke Hofmann-Hammer hinzu. "Sie lernen Rücksicht zu nehmen auf das Pferd, das Material und die anderen Kinder. Sie werden sensibilisiert und trainieren ihr Gleichgewicht. Außerdem wird ihre Wahrnehmung geschult sowie ihre Konzentration und Ausdauer ausgebaut." Die Reittherapie, die die Bodelschwinghschule seit dem Jahr 2004 anbietet und die seither über den Förderverein der Schule finanziert wurde, stärke die geistig behinderten Schülern also auf vielfältige Weise.

"Das Pferd ist ein Partner, der motiviert", sagt Friederike Gölz. "Hier schaffen es die Kinder, eineinhalb Stunden lang konzentriert bei der Sache zu bleiben." Und durch die regelmäßigen Übungen hätten die Sechs- bis 15-Jährigen schon viele Ängste ab- und Selbstvertrauen aufgebaut.

Allerdings steht die Zukunft dieser Reittherapie auf tönernen Füßen. Denn durch die Wirtschaftskrise brachen beim Förderverein der Bodelschwinghschule die Spenden ein. Um die Reittherapie für die Schüler weiterhin anbieten und sie damit optimal fördern zu können, ist die Hilfe der GZ-Leser im Rahmen der GZ-Weihnachtsaktion "Gemeinsam gehts besser" vonnöten. Nur durch ihre Spende kann die einmal pro Woche stattfindende Hilfe für die behinderten Kinder weiterhin stattfinden.

"Reiten ist toll", sagt der Bodelschwinghschüler Riccardo. "Und Pferde streicheln ist auch schön." Das veranschaulicht der elfjährige Junge begeistert, als es nach dem Striegeln, Führen am Seil und Festziehen des Bauchgurtes endlich zum Ausreiten in die Landschaft geht. "Jippie, jippie, jippie", jubelt der Bub aus vollem Hals und klatscht in die Hände. Besser kann man den Erfolg der Reittherapie kaum ausdrücken.


Kommentare (6)

07.12.2009 17:45 Uhr |   unbekannt

Down Syndrom ist KEINE Krankheit.

Die Formulierung, dass jemand an Down Syndrom leidet, ist deshalb sehr unglücklich gewählt - in doppelter Art und Weise:

erstens wird diese Formulierung vor allem für Krankheiten verwendet. Down Syndrom ist keine Krankheit.
Zweitens drückt sie aus, dass der Junge daran "leidet". Tut er das tatsächlich? Dass Menschen mit Down Syndrom grundsätzlich daran "leiden", ist leider eine Argumentation, die schon für viele Schwangerschaftsabbrüche und Diskriminierungen verwendet wird. Es wäre schön, wenn Sie dies durch Ihren Artikel nicht unterstützen!

Ansonsten: ein schöner Artikel, toll, dass über eine super Arbeit in den Medien berichtet wird!
07.12.2009 19:03 Uhr |   unbekannt

Kein Leiden! – sondern eher Fröhlichkeit!!

Wer schon mal mit sogenannten >Geistig Behinderten< mit sogenanntem „Down“-Syndrom und mit >nur< Körperbehinderten gearbeitet hat, weiß, dass in Werkstätten mit Menschen die das sogenannte „Down“-Syndrom haben und in Werkstätten mit >nur< Körperbehinderten in der Regel ein völlig anderes >Klima < herrscht!!!


In guten Werkstätten mit Menschen die über das sogenannte „Down“-Syndrom verfügen herrscht KEIN LEIDEN!!! am „Down“-Syndrom, sondern deutlichst! eher das Gegenteil!!!, die freuen sich mit ihrem sogenannten „Down“-Syndrom an den richtigen Menschen ihrer Umgebung und sind eigentlich eher glücklich als Menschen die nicht über das sogenannte „Down“-Syndrom verfügen!!!, während viele durch Unfall Körperbehinderte oft an ihrer Behinderung leiden!!!
10.12.2009 13:36 Uhr |   unbekannt

Das Up-Syndrom!!!

Beobachtet Mensch die Menschen mit sogenanntem „Down“-Syndrom, dann kann Mensch unschwer erkennen, dass jene Menschen wohl eher ein +Up+Syndrom! haben als ein „Down“-Syndrom!!, denn sie sind in der richtigen Umgebung in der Regel deutlich glücklicher als Menschen ohne dieses +Up+Syndrom!!!

Warum!???

Weil sie ihren „Intellekt“, das „wissenschaftliche“ Nutzen der Kognition jenes Armin von Dings!?

http://www.swp.de/ulm/lokales/ulm_neu_ulm/art4329,285883,F

in der Regel!! deutlich nicht so nutzen können wie die anderen Menschen!!!,

doch stattdessen entwickeln sie offensichtlich etwas ganz anderes um diese +Up+Syndrom zu erlangen!!!


Was entwickeln sie denn!!?????


---


Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen!

Immanuel Kant

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Autor: CLAUDIA BURST | 01.12.2009

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