Das Kombibad gedeiht

Geislingen.  In Geislingen endet bereits am Sonntag die bescheidene Freibadsaison 2010. Am Montag öffnet zunächst das alte Hallenbad. Doch noch im November soll das neue Kombi-Hallenbad in der Wölk in Betrieb gehen.

Die Stadtwerke halten am engen Zeitplan fest: Irgendwann im November soll das neue Geislinger Hallenbad, das neben dem Freibad in der Wölk entsteht, feierlich eröffnet werden. "Die Bauarbeiten liegen im Kostenplan", versichert Stadtwerke- und EVF-Chef Dr. Martin Bernhart. Derzeit wird mit dem Fliesen der Becken und Wände begonnen. Hier sei man im Zeitverzug, räumt er ein, ergänzt aber: "Wir haben aber die Daumenschrauben schwer angezogen." Es werde nun mit mehr Manpower gearbeitet als zunächst geplant, um den Zehn-Millionen-Bau termingerecht fertigzustellen.

Der genaue Eröffnungstermin steht ebensowenig fest wie das Auftaktprogramm - oder der Name des neuen Bads. Die Bevölkerung war aufgerufen, dafür Vorschläge zu machen. Über 40 Einsendungen gingen ein, darunter auch mehrere übereinstimmende Nennungen. Namen mit regionalem Bezug, zum Teil auch spaßige Vorschläge seien eingegangen, weiß Bernhart. In der kommenden Woche tagt eine Jury mit Oberbürgermeister Wolfgang Amann und Fraktionsvertretern, um über den künftigen Namen fürs Kombibad zu entscheiden.

Bernhart weist auf die Vorteile des neuen Hallenbads hin: "Die Wasserfläche wird verdoppelt, die Energiekosten gesenkt." Der lang gezogene Baukörper mit der nach Süden ausgerichteten Glasfront wird später die Sonnenwärme aufnehmen und im Winter Energie sparen helfen. Die Fotovoltaik-Anlage in der Fassade und auf dem Dach sollen rund zehn Prozent des benötigten Stroms erzeugen.

Im Innenbereich gibt es ein Sportbecken mit fünf 25-Meter-Bahnen, einen Nichtschwimmerbereich als Spiel- und Spaßbecken, einen Eltern-Kind-Bereich und ein von innen aus erreichbares Außenbecken, das auch im Winter geöffnet sein wird. Ein Restaurant wird ebenfalls integriert.

Vermutlich wird das neue Hallenbad dienstags komplett reserviert für Schulen und Vereine. Ein weiterer halber und voller Tag komme wohl hinzu, kündigt Bäder-Abteilungsleiter Thomas Jaeger an. Als Öffnungsstunden sind 6.30 bis 22 Uhr vorgesehen, freitags und samstags bis 23 Uhr - sofern so spät genügend Badegäste kommen.

Mit dem alten Hallenbad sowie dem Wölkfreibad summierte sich das jährliche Defizit auf rund 1,2 Millionen Euro, erinnert Bernhart. Mit dem Kombibad soll die Unterdeckung insgesamt auf 700 000 bis 800 000 Euro gesenkt werden.


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Autor: RODERICH SCHMAUZ | 09.09.2010

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