"Casino Royal" in Geislingen
Geislingen. "Hollywood, wir kommen!", heißt es seit Montag für 96 Kinder, die das Abenteuerdorf in Geislingen besuchen. Der Stadtjugendring hat ein tolles Programm für sie auf die Beine gestellt
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Schon von Weitem können die Besucher die großen weißen Letter erkennen, die über dem kleinen Dorf prangen. " A-DORF" steht dort zu lesen, aufgebaut im gleichen Stil wie das Wahrzeichen von Hollywood. "Hollywood" lautet nämlich auch das diesjährige Thema des Abenteuerdorfes vom Stadtjugendring in Geislingen.
96 eifrige Kinder, im Alter von sieben bis 13 Jahren, besuchen dort seit Montagmorgen bis zum heutigen Freitag die kleine Zelt- und Hüttenstadt bei den Siebenquellen. Beaufsichtigt von 14 Betreuern nehmen sie täglich von 9.30 Uhr bis 17.30 Uhr an einem kunterbunten Programm rund um das Thema "Hollywood" teil.
Passend dazu stehen überall von den kleinen Handwerkern selbst zusammengenagelte Hütten. Die Kinder verzierten diese mühevoll und statteten sie ideenreich und kreativ von innen aus. Mit Aufschriften wie "Saloon" oder "Casino Royal" hat jede Hütte ihren ganz eigenen Stil. In der "Teebar" zum Beispiel kann man sich ein Tässchen Tee in verschiedenen Sorten gönnen. Wer sich lieber verwöhnen lassen möchte, kann sich auch in einer speziell dafür vorgesehenen Hütte eine Massage gönnen mit anschließendem Schminkprogramm. Ganz egal was man braucht: Alles, was das Herz begehrt, ist in "Little Hollywood" zu finden. "Wir haben uns hier unser Privatzimmer gebaut", erzählt einer der Besitzer des "Casino Royals" stolz.
"Klappe und Action" heißt es in der Hauptaufgabe der Kinder, die darin besteht, bis zum Ende des Abenteuerdorfes einen eigenen hollywoodreifen Film zu drehen. Um sich darauf angemessen vorzubereiten, lernten die Abenteurer in verschiedenen Workshops, was zum Filmedrehen wichtig ist. So gab es zum Beispiel einen Stimmbildungs- und einen Körperspracheworkshop, aber auch einen Stuntmanworkshop, in dem die kleinen Schauspieler probten, wie man eine Schlägerei spielt, ohne sich dabei weh zu tun.
In dem Film der Kinder geht es um zwei Jugendliche, die keinen Platz mehr im Abenteuerdorf bekamen und sich daher schrecklich langweilten. Bis sie eines Tages die magische Klospülung fanden, mit der sie sich in eine andere Zeit zaubern konnten. Ob als Ritter, König im Mittelalter oder als Cowboy im Wilden Westen, beinahe alles kommt in dem Drehbuch vor, welches die Besucher des Abenteuerdorfes selbst geschrieben haben.
Mit passenden Kostümen und der richtigen Ausrüstung dreht die Filmcrew jeden Tag ein weiteres Stück des Films. Für jedes Kind gibt es am Ende eine Kopie davon, die es dann stolz zu Hause präsentieren kann.
Doch nicht nur das Filmen steht auf dem Programm der Abenteurer. Viele weitere Aktivitäten stehen zur Auswahl: Fußball- oder Volleyballspielen auf dem benachbarten Feld, basteln im dafür vorgesehenen Zelt, handwerken und dekorieren an den verschiedenen Hütten, sich Wunden schminken lassen oder Bänder in die Haare geflochten bekommen. Jeder findet eine passende Beschäftigung, die er nach dem gemeinsamen Morgenkreis ausüben darf.
Die Siebenquellen angestaut und mit Rutsche, Floß und Wasserspielzeug ausgestattet, bilden eine weitere Attraktion im Abenteuerdorf. Die Abenteurer bedauern sehr, dass diese leider wetterbedingt nicht immer benutzt werden können.
Eine Aufmunterung jedoch liefert das gute Essen, für welches die Betreuer selbst täglich sorgen. Die beiden Chefköche machen auch kein Geheimnis aus dem Mittagsmenü, denn jeder kann ihnen bei ihrer Arbeit in der offenen Küche zusehen. Was es gibt, prangt stolz auf ihren beiden Kochmützen, so trägt der eine "Pfann" und der andere "kuchen" - sehr zur Freude der Kinder, die immer wieder "Kuchen, hallo Kuchen!" rufen.
Am Ende eines jeden erlebnisreichen Tages kommen die Kinder noch einmal zum gemeinsamen Abendkreis zusammen.
Danach holen ihre Eltern sie ab, schon gespannt, was für Geschichten sie heute im Gepäck haben. Heute Abend schließt das Abenteuerdorf.
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Autor: TAMARA HELL | 06.08.2010
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Das Abenteuerdorf mit seinen kleinen von den Kindern selbst gebauten Hütten. Foto: Tamara Hell
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