Antrag auf G9: MiGy, HeGy oder doch beide?

Geislingen. 

Welches der beiden allgemeinbildenden Gymnasien meldet die Stadt Geislingen beim Kultusministerium nun für die Wiedereinführung von G9, dem neunjährigen Weg zum Abitur, an? Noch wartet die Stadtverwaltung zu.

Sie hofft nämlich, dass ein Antrag des Städtetags Erfolg hat. Wie Jonica Sperling als zuständige Fachfrau im Rathaus mitteilt, will der Städtetag bei der Landesregierung erreichen, dass ein Schulträger, also eine Stadt oder Gemeinde, mehrere Gymnasien für G9-Parallelzüge vorschlagen darf und dass dafür auch dreizügige Schulen akzeptiert werden.

Sollte das Kultusministerium dem zustimmen, müsste die Stadt Geislingen gar nichts weiter tun, sondern könnte ihren bereits Ende November vergangenen Jahres gestellten Antrag aufrechterhalten. Im Einverständnis mit dem Gemeinderat heißt es darin, dass sowohl das Michelberg-Gymnasium als auch das Helfenstein-Gymnasium neben dem achtjährigen Zug bis zum Abitur wieder den neunjährigen anbieten sollen.

Das Kultusministerium formulierte zwischenzeitlich aber unter anderem diese beiden Bedingungen: Ein Schulträger darf nur ein Gymnasium vorschlagen und zwar nur eines, das in den Eingangsklassen vierzügig geführt wird. Auch Letzteres ist ein Problem für Geislingen: Auf mittlere Sicht rechnet Jonica Sperling mit insgesamt sieben Zügen - mal mit vier Anfängerklassen im MiGy und nur dreien am HeGy, mal umgekehrt. Sollte das Kultusministerium von den zwei Voraussetzungen nicht abrücken, müsste sich der Gemeinderat in seiner Sitzung am 29. Februar für eines der beiden Gymnasien entscheiden. Das Gremium hatte gehofft, dass ihm das erspart bleibt.

Die Meldefrist ans Kultusministerium endet am 1. März. Ob überhaupt ein Gymnasium aus Geislingen zum Zug kommt, ist ohnehin fraglich. Denn in ganz Baden-Württemberg sollen von 449 Gymnasien nur 40 auserwählt werden.


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Autor: ROD | 08.02.2012

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