Immer mehr Geislinger haben den kleinen Waffenschein

Die Zahl der Geislinger mit einem kleinen Waffenschein ist 2016 stark gestiegen. Das zeigt der Blick auf die Statistiken der Stadtverwaltung.

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Im vergangenen Jahr waren bei der Geislinger Stadtverwaltung 1364 Waffen gemeldet. Das geht aus einer Statistik für das Jahrbuch 2016 der Stadt Geislingen hervor. Bei den eingetragenen Waffen handelt es sich um Schusswaffen wie zum Beispiel Pistolen, Revolver und Gewehre sowie Schreckschusspistolen.

Die Verwaltung hat 109 Einträge für Waffenbesitzkarten verzeichnet. Elf davon waren Neueinträge. Die Waffenbesitzkarte erlaubt den Kauf und Besitz einer Waffe. Da damit Waffen auf dem eigenen Grundstück oder in Schießanlagen verwendet werden dürfen, wird sie hauptsächlich für Jäger, Sportschützen und Waffensammler ausgestellt.

57 Personen hatten einen kleinen Waffenschein, der das – in der Öffentlichkeit allerdings verdeckte – Tragen von Schreckschuss­pistolen, Reizstoff- oder Signalwaffen erlaubt.  Für den kleinen Waffenschein gilt das Mindestalter von 18 Jahren; zudem sind Nachweise über die geistige Eignung und Zuverlässigkeit nötig. Die Zahl der Besitzer dieses Waffenscheins hat stark zugenommen. 2015 waren es gerade einmal 14, 2012 gar nur vier. Die Zahl hat sich seitdem also um ein Vierzehnfaches vermehrt. „Die Leute fühlen sich unsicher“, mutmaßt Wilfried Schaude, Sachgebietsleiter der Stadtverwaltung, und versucht so, den enormen Anstieg zu erklären.

Neben dem kleinen Waffenschein gibt es noch den regulären Waffenschein, der dazu berechtigt, in der Öffentlichkeit eine scharfe Schusswaffe zu tragen. Antragsteller müssen berechtigte Gründe für den Schein anführen können und versichert sein. Dass die Hürde für die Genehmigung recht hoch ist, spiegelt sich in den Einträgen der Gewerbe- und Ortspolizeibehörde wider: In Geislingen gab es in den vergangenen Jahren niemanden mit einem regulären Waffenschein.

Möchte ein Jäger im europäischen Ausland auf Jagd gehen, benötigt er neben der Waffenbesitzkarte einen speziellen waffenrechtlichen Pass: den Europäischen Feuerwaffenpass.  Für diesen gab es 2016 fünf Einträge. In den zwei Jahren zuvor war es jeweils einer.

Der Waffenschein ist auf drei Jahre befristet; er kann zweimal um höchstens je drei Jahre verlängert werden. Besitzer einer Schusswaffe müssen außerdem stets dafür sorgen, dass Unbefugte keinen Zugang dazu haben.  Die Waffen müssen zudem getrennt von der Munition in einem ­Sicherheitsschrank aufbewahrt werden.

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