Bahn-Projektleiter: "Es geht voran"

Das Eisenbahn-Bundesamt hat damit begonnen, die Unterlagen für den Bahnhof Merklingen durchzuarbeiten. Das gab Projektleiter Kielbassa bekannt.

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"Es geht voran", sagte Dr. Stefan Kielbassa, zuständiger Projektleiter der DB Netze, am Donnerstag in Merklingen. Das Eisenbahn-Bundesamt arbeite bereits an den eingereichten Unterlagen für den geplanten Bahnhof Merklingen an der Neubaustrecke Wendlingen-Ulm. Aus jetziger Sicht habe er keinen Zweifel, dass im Herbst die Genehmigung für den Bahnhalt vorliegen werde, sagte er vor 70 Besuchern des Seniorennachmittags im Gemeindehaus. "100-prozentig sicher ist es aber nicht." Nach der Genehmigung brauche es rasch eine Finanzierungsvereinbarung, sagte der Ingenieur.

Nächster Schritt für den von der Region gewünschten Bahnhalt sind die Erkundungen der Untergrunds. Warum diese aufwendig sind, erläuterte Kielbassa anschaulich. Der Abschnitt des geplanten Bahnhofs liegt etwa zehn Meter unter dem derzeitigen Geländeniveau. Für die eigentliche Schnellbahntrasse werde zunächst der Aushub bewerkstelligt, dann mit seismologischen Verfahren der Untergrund untersucht. Weil es für den Bahnhof mit seinen geplanten Gleisen und Bahnsteigen links und rechts der zweigleisigen Schnellbahnstrecke aber noch kein Baurecht gibt, darf die Erde dort nicht bis zum vorgesehenen Niveau abgebaggert werden. So braucht es tiefe Bohrungen. Es werde keine Kernbohrtechnik zum Einsatz kommen, die Erkundung sei mithilfe eines 60-Millimeter-Meißels vorgesehen. Unregelmäßigkeiten müsse dann auf den Grund gegangen werden. Rollten erst die Züge, dürfe es keinerlei Setzungen geben. "Wir wollen nicht nach einem halben Jahr mit Reparaturen anfangen", sagte der Ingenieur.

Was tun, wenn der Meißel tatsächlich in eine Höhle rutscht? "Man möchte am liebsten Beton reinschütten", antwortete Kielbassa auf eine Frage. Doch so einfach sei es nicht. Wie von der Laichinger Tiefenhöhle und vom Blautopf-Höhlensystem bekannt sei, reichten Hohlräume weit in die Tiefe bis zum Trinkwasser. Und das dürfe nicht beeinträchtigt werden. Hohlräume würden mit Gestein unterschiedlicher Größe verschlossen.

Am Donnerstag hat sich auch der Verwaltungsverband mit dem Bahnhalt beschäftigt. Das Gremium hat in Heroldstatt die Finanzierung der Karsterkundung auf den Weg gebracht.

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