K75-Skisprungschanze in Degenfeld soll 2015 fertig sein - Bau kostet 280.000 Euro mehr als geplant

Der Skiclub Degenfeld hatte Landrat Klaus Pavel und den KSK-Vorstandsvorsitzenden Carl Trinkl auf die Baustelle der K75-Skisprungschanze eingeladen. Dort machten sie sich ein Bild vom Baufortschritt.

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Die neue K75-Skisprungschanze in Degenfeld soll 2015 fertig sein. Sie wird neben der Schanze in Hinterzarten die zweite dieser Größenordnung im schwäbischen Raum sein.  Foto: 

Anfang September statteten Landrat Klaus Pavel und Carl Trinkl (Vorstandsvorsitzender der KSK Ostalb) dem Skiclub Degenfeld und dessen Großbaustelle, der neuen Skisprungschanze, einen Besuch ab. Ebenfalls vor Ort waren Gmünds Erster Bürgermeister Joachim Bläse sowie Ortsvorsteher Hans-Peter Wanasek. Pavel und Trinkl wollten sich nach dem Baufortschritt sowie dem sportlichen Konzept des Skisprungzentrums Degenfeld erkundigen. "Der Neubau der Schanze ist für die Nachwuchsförderung unumgänglich", sagte Frank Ziegler, Vorstand des Skiclubs. Bisher musste der Nachwuchs im Alter zwischen 15 Jahren und 16 Jahren zu Trainingszwecken auf größere Skisprungschanzen - beispielsweise auf die in Hinterzarten - ausweichen. Auch Goldmedaillengewinnerin Carina Vogt blieb dies nicht erspart. Der Schwäbische Ski-Verband erarbeitete mit dem Leistungssport-Ressort des Landes und den örtlichen Beteiligten nun eine Konzeption zur langfristigen Nachwuchsförderung, welche auch eine K75-Skisprungschanze im schwäbischen Teil des Landes vorsieht. Damit war das Bauprojekt durch den Ski-Verband Schwarzwald, den WLSB, die Stadt Gmünd und den SC Degenfeld geboren.

Mit dem Spatenstich 2013 wurde der Grundstein für eine gezielte Nachwuchsförderung gelegt. Nun gilt es, das Projekt mit den bereitgestellten Mitteln, Spenden sowie erheblichen Eigenleistungen umzusetzen. Die ganzjährigen Trainingsmöglichkeiten sowie optimale Wettkampfbedingungen seien sowohl für Sportler als auch für Zuschauer eine langfristige Bereicherung, teilte Bürgermeister Bläse mit. Laut Skiclub Degenfeld sollen zukünftig knapp 3000 Zuschauer Platz am Schanzentisch finden. Mit den verbesserten Trainingsbedingungen in Degenfeld ergeben sich weitere sehr gute Entwicklungschancen für den Verein und den Skisprungsport in der Region.

Die Sprungweite der neuen Ski-Schanze beträgt 85 Meter

Die Baumaßnahmen laufen derzeit auf vollen Touren, damit die Fertigstellung wie geplant im Juni 2015 gefeiert werden kann. Es mussten gigantische Erdarbeiten vorgenommen werden, damit die Betonfundamente gesetzt werden konnten. Insgesamt wurden 1000 Kubik Beton verarbeitet. Alleine schon die Verschalung der Betonfundamente war eine besondere Herausforderung. Es mussten neue Wege gebaut werden, ein Lift für die Sportler wurde montiert, Wassertanks für die Bewässerung der Schanze müssen noch unterirdisch eingebaut werden. Außerdem wurden die neue Stromversorgung sowie Pumpen zur Beförderung der Bewässerungsanlage für die Schanze installiert. Das Fundament für den Stahlturm ist vorerst gesetzt. Nach den FIS-Richtlinien müssen bestimmte Vorgaben im Stahlturm berücksichtigt werden. Dazu gehören unter anderem ein Aufenthaltsraum für die Sportler sowie Platz für die Sprungrichter mit dazugehöriger Technik. Der Neigungswinkel des Schanzentellers beträgt 75 Meter mit einer Sprungweite von 85 Metern. Die Kosten für die Baumaßnahmen waren insgesamt um etwa 280.000 Euro gestiegen, weshalb der Verein zur Erbringung seines Eigenanteils weitere Partner benötigen wird. Neben Hinterzarten wird die Degenfelder Schanze künftig die zweite Skisprungschanze dieser Größenordnung im schwäbischen Raum sein. Verschiedene Skiclubs - etwa aus Polen oder Österreich - haben sich bereits für Trainingsmöglichkeiten für das Jahr 2015 erkundigt. Landrat Pavel und Ortsvorsteher Wanasek sehen darin eine einmalige Chance für den Ort Degenfeld und die gesamte Region.

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