Golf Club Ulm will in die erste Liga

Ulm.  Es tut sich was beim Golfclub Ulm. Ein paar Spieler verließen den Verein, neue kamen dafür hinzu. Trotzdem hat sich an der Zielsetzung für die kommende Saison nichts geändert. Der Aufstieg in die erste Liga soll her.

Aufgeschoben ist nicht aufgehoben - so lautete das Motto der Herren-Mannschaft des Golf-Club (GC) Ulm, als im Sommer denkbar knapp der Aufstieg in die erste Bundesliga verpasst wurde. Der GC Feldafing hatte sich mit 6,5 zu 5,5 gegen die Golfer vom Hofgut "Wochenau" bei Illerrieden durchgesetzt.

"Dann klappt es halt im nächsten Jahr", war der einhellige Tenor der Mannschaft. Am Ziel "Aufstieg" hat sich nichts geändert, nur die Gesichter des Teams, mit dem der Traum von der Erstklassigkeit erreicht werden soll, sind teilweise neu. Die beiden letztjährigen Captains Florian Ebner und Mark Podschadly wurden von Sebastian Maschner und Constantin Zieher abgelöst. Daniel Hahn kam vom St. Eurach LGC, zudem werden Maximilian Weiss, Manfred Nelitz und Martin Sieringhaus das Team ergänzen.

Wo es Neuzugänge gibt, sind meistens auch Abgänge zu verzeichnen. Beim GC Ulm ist dies unter anderem Maximilian Walz, Sohn des Vereinspräsidenten Dr. Ludwig Walz. Der 19-Jährige, der an einer Universität in den USA studiert, wird künftig für den Stuttgarter Golf-Club Solitude in der 1. Bundesliga starten. Für seine ehemaligen Mannschaftskollegen kam die Entscheidung etwas überraschend. "Er hat es uns nach der Clubmeisterschaft erzählt", sagt Maschner. Dabei hatte Walz, der im September die Clubmeisterschaft gewonnen hatte, nach dem verpassten Aufstieg angekündigt, dass er im kommenden Jahr "auf jeden Fall wieder Bundesliga spielen will". Allerdings war er nicht näher darauf eingegangen, ob es sich um die erste oder zweite Liga handelt und bei welchem Verein dies geschehen soll.

Neben Walz hat auch Max Eichmeier den GC Ulm verlassen. Der 20-Jährige wird künftig für den Golf- und Tennis-Klub (GTK) Neu-Ulm spielen. Im Bayerischen Golfverband sieht Eichmeier bessere Förderungsmöglichkeiten für seine geplante Karriere als Profi. Für die Mannschaft des GTK wird er jedoch nicht auflaufen - die spielt in der niedrigsten Klasse. "Wir wollen nicht mit Kanonen auf Spatzen schießen", sagt Florian Ebner. Der ehemalige Captain hält viel von Eichmeier: "Ich traue ihm einiges zu." In der anstehenden Saison wird das Golf-Talent vermehrt auf Turnieren unterwegs sein.

David Hausner ist der Dritte im Bunde, der die Mannschaft des GC Ulm verlässt. Der 25-Jährige hat seine Karriere als Spieler beendet und übernimmt als Professional beim GTK die Driving Range. Dort leitet er das Pro-Team 2012, dem neben Hausner noch weitere vier Lehrer angehören.

Als letzter wechselt noch Jan Leis, der ebenfalls beim knapp verlorenen Aufstiegswettkampf mit von der Partie war, zum Neu-Ulmer GTK. Angesichts der vier Abgänge ist sich Maschner bewusst, dass die Ulmer Mannschaft nicht mehr so stark aufgestellt ist: "Nominell sind wir schwächer besetzt als in der vergangenen Saison." Trotzdem traut er seinem Team den Aufstieg in die Erstklassigkeit zu - wenn alle Akteure auf dem Platz ihr Können abrufen.

Angesichts des ehrgeizigen Ziels dürfte der neue Teamcaptain froh sein, dass zumindest Pascal Gabsa auch in der kommenden Runde für den GC Ulm in der zweiten Bundesliga starten wird. Der 21-Jährige schlägt eine Laufbahn als Pro ein - ob als Spieler oder Lehrer ist noch nicht klar. Auch wenn er als Spieler weiterhin für den Club aus der Wochenau abschlägt, wird er beim Nachbarn GTK als Trainer arbeiten. Das Engagement auf beiden Anlagen ist kein Problem. "Die Vereine kooperieren untereinander", sagt Ebner.


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Autor: SEBASTIAN SCHMID | 22.02.2012

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