Ein Drittel der 120 gemeldeten Fahrzeuge bleibt bei Ostalb-Rallye auf der Strecke

Die Ostalb-Rallye genießt schon seit einigen Jahren einen guten Ruf als die Nummer 1 im Süden. Diesmal dürfte die Motorsportveranstaltung beiderseits des Kochertals auch in der Ausfallstatistik einen vorderen Platz belegen. <i>Mit Bildergalerie.</i>

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  • Der heftige Regen, rutschiger Untergrund und die höchst anspruchsvollen - aber für eine Rallye 70 angemessenen - Wertungsprüfungen (WP) sorgten bei der Ostalb-Rallye für viele Ausfälle - so auch von Martin Breiler und Floria Weggler, die mit ihrem Mitsubishi EVO X nach drei WP an der Spitze der Klasse G21 lagen. Das Bild zeigt sie auf dem Weg zum Regrouping in Unterrot. Nach der WP 4 war Schluss. Fotos: Wolfgang Jurthe 1/4
    Der heftige Regen, rutschiger Untergrund und die höchst anspruchsvollen - aber für eine Rallye 70 angemessenen - Wertungsprüfungen (WP) sorgten bei der Ostalb-Rallye für viele Ausfälle - so auch von Martin Breiler und Floria Weggler, die mit ihrem Mitsubishi EVO X nach drei WP an der Spitze der Klasse G21 lagen. Das Bild zeigt sie auf dem Weg zum Regrouping in Unterrot. Nach der WP 4 war Schluss. Fotos: Wolfgang Jurthe Foto: 
  • Auf den sechsten Platz in der Gesamtwertung fuhren Ralf Stütz und Robin Nodes (MSC Untergröningen) mit der Startnummer 8 (Bild links). In ihrer Klasse H16 wie auch der Gruppe belegten sie den dritten Platz. Die Gaildorfer Uwe Weidl und Stephan Jäckel steuerten ihren VW Golf GTI 16 V auf den fünften Platz in der Klasse F8. 2/4
    Auf den sechsten Platz in der Gesamtwertung fuhren Ralf Stütz und Robin Nodes (MSC Untergröningen) mit der Startnummer 8 (Bild links). In ihrer Klasse H16 wie auch der Gruppe belegten sie den dritten Platz. Die Gaildorfer Uwe Weidl und Stephan Jäckel steuerten ihren VW Golf GTI 16 V auf den fünften Platz in der Klasse F8. Foto: 
  • Oliver Hanselmann und Marc Schwegler (Hall/Bönnigheim) fuhren in der Klasse RC3 mit ihrem Renault Clio 3 RS auf den dritten Platz. In der Gruppe reichte dies für den achten Rang. 3/4
    Oliver Hanselmann und Marc Schwegler (Hall/Bönnigheim) fuhren in der Klasse RC3 mit ihrem Renault Clio 3 RS auf den dritten Platz. In der Gruppe reichte dies für den achten Rang. Foto: 
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Die Ostalb-Rallye genießt schon seit einigen Jahren einen guten Ruf als die Nummer 1 im Süden. Diesmal dürfte die Motorsportveranstaltung beiderseits des Kochertals auch in der Ausfallstatistik einen vorderen Platz belegen. Den Sieg holten sich bei Regenwetter Rainer Noller und Stefan Kopczyk im Gruppe-N-Mitsubishi Evo 9 (wir berichteten).

120 Teams hatten für die 29. Ostalb-Rallye gemeldet - dazu kamen noch 30 in der Retro-Rallye. 112 Teams kamen dann nach Abtsgmünd, 109 rollten schließlich durch den Startbogen bei der Kochertalmetropole. Ein Drittel davon blieb an diesem Tag auf der Strecke. Nur 76 Teams schafften es in die Ergebnislisten. Erstmals war die Ostalb-Rallye als so genannte Rallye 70 mit neuem Konzept ausgetragen worden. Dabei geht es um Punkte für die in diesem Jahr erstmals ausgefahrene Serie zum DMSB-Rallye-Cup, der 3. Liga im Rallyesport in Deutschland.

Zum Auftakt stand eine elf Kilometer lange Start-Ziel-Prüfung an, dann folgte ein 15 Kilometer langer Rundkurs (zwei Runden à 4 km und dazu 7 km Auslauf) sowie zwei Sprints über etwa sieben bzw. neun Kilometer. Nach der Pause in Unterrot wurden die beiden ersten Prüfungen erneut unter die Räder genommen. Als die Fahrer dann wieder das Ziel bei der Kochertalmetropole in Abtsgmünd erreichten, hatten sie 69 Kilometer bei Wertungsprüfungen (WP) hinter sich.

Die WP 1 und 5 "Kohlwald" führten auf elf Kilometern über kleine kurvenreiche Straßen durch Wald und Feld. Dazu kamen zahlreiche Kuppen. Zwei Kilometer über Schotterpisten machten den Kurs noch schwerer. Die Ansprüche brachten manchen Fahrer an seine Grenzen. Elf Teams ging allein bei der WP 1 die Straße aus. Nach diesen Ausritten musste stets kurz unterbrochen werden, was sich dann aber summierte. Die letzten Teams gingen mit knapp zwei Stunden Verspätung auf die Strecke. Diese zog sich dann durch die ganze Rallye hindurch.

Die mit der Nummer 1 gestarteten Favoriten Rainer Noller und Stefan Kopczyk übernahmen auf der WP 1 die Spitze. Aus dem Rennen waren aber Thomas Fath aus Adelmannsfelden sowie Alexander Ebert vom Racingteam Mögglingen.

Auf der 15 km langen WP 2 "Bergfeld" bei Heuchlingen-Holzleuten übernahm Mitfavorit Jürgen Geist in seinem PS-starken BMW M3 die Spitze. Der auf Platz vier liegende Uli Kübler aus Öhringen schied mit einem defekten Turbo aus.

Doch die Führung von Jürgen Geist währte nur bis zur WP 3 "Großer Wald" - der Sprintprüfung bei Laufen. Bei Regen und rutschiger Piste fuhr Noller allen davon.

Nach der Pause in Unterrot und der Sprintprüfung WP 4 "Röhmensägmühle" bei Haid hinter Adelmannsfelden gab es keine Veränderungen mehr an der Spitze. Auf der WP 5 "Kohlwald" und WP 6 "Bergfeld" legten Rainer Noller und sein "Co" Stefan Kopczyk Bestzeiten hin und ließen sich den Sieg bei dieser höchst anspruchsvollen Ostalb-Rallye nicht mehr nehmen. Pech hatten Fritz Köhler und Petra Hägele. Sie mussten gut im Rennen liegend ihren Compact-M3 auf der abschließenden WP 6 mit Motorschaden abstellen. Auf dem sechsten Rang landeten die Lokalmatadoren Ralf Stütz und Robin Nodes aus Pommertsweiler.

Elf Kilometer mit vielen Kurven und dazu noch Schotter

Auf Platz fünf in ihrer stark besetzten Klasse F8 fuhren Uwe Weidl (RT Mögglingen) und Stephan Jäckel (MSC Gaildorf) mit ihrem VW Golf GTI 16 V. Nach der WP 1 lag Weidl, der sich eine nasse Piste gewünscht hatte, noch auf Platz sieben. Die WP 2 beendete der Gaildorfer auf Rang neun. Die WP 3 und die WP 5 brachten für Weidl/Jäckel mit dem fünften Platz die jeweils beste Wertung auf einer WP in einer von 318er-BMW beherrschten Klasse. In der Gesamtwertung der Gruppe F belegte das Team den 13. Rang.

Erhard und Carina Kohler aus Bühlerzell steuerten ihren BMW e30 318is auf den 14. Platz in ihrer Klasse. Auf der WP 3 schieden Michael Jäger und Heiko Sonder aus Bühlerzell aus. Für Nils und Jan Hägele aus Obersontheim, die bis dahin gut im Rennen lagen, war auf der WP 6 endgültig Schluss.

Den Sieg in der nicht so stark besetzten Klasse H13 holten sich die Gschwender Siegfried und Franziska Röger (Racing Team Mögglingen) mit ihrem VW Polo. Die beiden Gschwender Thomas Schober und Christian Förstner vom RT Mögglingen schieden auf der zweiten WP aus. Darius Gitzel und Yasmin Kramer (Gschwend/Welzheim) mussten ihren Golf nach der zweiten WP abstellen. Sechs der elf Fahrzeuge in der Klasse H14 schafften es nicht ins Ziel. Der Haller Jochen Kurz (RT Mögglingen) steuerte mit Armin Rozsa seinen Opel Manta auf den vierten Platz in dieser Klasse.

Markus Diepelt (Abtsgmünd) und Boris Freihalter (Untergröningen) lagen nach der WP 1 in ihrer Klasse G18 nur auf Platz vier, am Ende belegten sie den zweiten Rang.

In der Retro-Rallye gewannen Max und Timo Birnbreier auf Lancia Fulvia. Für das Vater-Sohn-Team war es der zweite Sieg innerhalb von 14 Tagen nach dem Erfolg bei der Rallye im Erzgebirge.

Einen leichten Vorteil hatten bei der 29. Ostalb-Rallye die Teams mit den hohen Startnummern. Sie waren abends auf abgetrockneter Strecke unterwegs.

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