Viel Beifall für den Tura

Eine Woche nach dem heftigen 0:8 in Neckarsulm zeigt der Tura die bislang beste Saisonleistung. Mit 4:0 besiegt er den Zweitplatzierten FV Löchgau, zu dem er damit in der Tabelle aufschließt.

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Duane Carl Collins hat abgezogen. Drei Löchgauer schauen verschreckt, der Schiedsrichter interessiert zu. Der Schuss geht knapp übers Tor.  Foto: 

Nach 30 Minuten gewinnt der nicht gerade groß gewachsene Sebastian Mechnik ein Kopfballduell - und zwar völlig souverän. Diese Szene steht sinnbildlich für das Spiel des Tura Untermünkheim: engagiert, zweikampfstark und mit genügend Selbstvertrauen ausgestattet.

"Ich hatte schon vorher gesagt, dass die Mannschaft absolut in Ordnung ist", fühlt sich Trainer Werner Rank nach den 90 Minuten bestätigt. Ganz bewusst hat er die hohe Niederlage in Neckarsulm nicht zu stark bewertet. Die Leistung seines Teams vom Samstag gibt ihm recht.

Zwar muss der Tura nach vier Minuten einmal kräftig durchatmen - nach einem katastrophalen Dalyanci-Fehlpass trifft Baris Tökmel den Pfosten -, doch dann marschiert der Tura Untermünkheim: Flanke Jan Schreiner, Kopfball Visar Rushiti, Glanztat Michel Ryssel. Nach zehn Minuten war das der erste schöne Spielzug der Turaner. Mitte der ersten Hälfte holt Ryssel Schreiner von den Beinen. Rushiti verwandelt den Elfmeter sicher zum 1:0.

Vier Minuten später flankt der Torschütze auf Duane Carl Collins, der per Kopf zum 2:0 trifft. Löchgaus Trainer Evangelos Sbonias sieht sich schon nach gut einer halben Stunde zum ersten Wechsel gezwungen. Der Tabellen-Zweite leistet sich in der Folge nicht mehr ganz so viele individuelle Fehler, kurz vor dem Halbzeitpfiff klärt Turas Torwart Benjamin Gorzawski gegen den eingewechselten Peter Wiens.

Nach dem Wechsel hat Untermünkheim dann 15 Minuten viel zu tun, um nun deutlich engagiertere Löchgauer in Schach zu halten. Das ist nicht immer souverän, aber tatsächlich fällt diesmal kein Tor gegen den Tura. "Uns hat in dieser Phase die letzte Konsequenz gefehlt", analysiert Gäste-Trainer Sbonias. Als in der 65. Minute Rushiti zum zweiten Mal trifft, ist die Partie entschieden. Der Tura hätte danach noch wesentlich mehr Tore erzielen können, lediglich Redouane Bouidia nutzt seine Chance - was aber den Gesamteindruck nicht schmälert.

"Alle, auch die eingewechselten Spieler, haben ihre Leistung gebracht. Das hat Spaß gemacht", freut sich Rank. Das sehen auch die Zuschauer so: Sie spenden ihrem Team viel Beifall nach dem Schlusspfiff. Bis zur Winterpause sollen nun alle Spieler "alles aus sich herausholen", fordert Rank. Der Anfang dafür ist gemacht.

Tore: 1:0 Visar Rushiti (24., Foulelfmeter), 2:0 Duane Carl Collins (28.), 3:0 Visar Rushiti (66.), 4:0 Redouane Bouidia (71.)

Tura: Benjamin Gorzawski, Marian Föll, Patrick Zauner (61. Redouane Bouidia), Timo Pflugfelder, Steffen Kocholl, Joschka Karle (65. Timo Stehle) , Sebastian Mechnik (87. Dominik Zwick), Semih Dalyanci, Jan Schreiner, Visar Rushiti, Duane Carl Collins.

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