Herbstmeister Braunsbach zieht davon

Der Tabellenführer TSV Braunsbach prägt die A1 und ist als einziges Team noch unbesiegt. Der TSV Gaildorf mischt im Kampf der Verfolger mit. Eutendorf scheint im Mittelfeld ohne Sorgen zu sein.

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Der TSV Gaildorf (blaue Trikots) besiegt am 17. November den TSV Eutendorf mit 3:1. Die Gaildorfer überwintern auf Tabellenplatz 4 und haben weiter Chancen auf den Relegationsplatz. Eutendorf befindet sich als Sechster im gesicherten Mittelfeld. Foto: Hans Buchhofer

Nach 113 Spielen befindet sich die Hohenloher A1 bis Anfang März in der Winterpause. Da sieben ausgefallene Paarungen nachzuholen sind, kann sich das Tabellenbild noch geringfügig verändern. Nur fünf Mannschaften, darunter der TSV Gaildorf, haben zur Halbzeitpause das Soll an auszutragenden Spielen erfüllt.

Im Verlauf der Vorrunde hat sich die Liga zu einer Dreiklassengesellschaft entwickelt. Neben dem vermutlich kommenden Meister TSV Braunsbach können sich die Mannschaften bis Rang 5, unter denen sich auch der TSV Gaildorf befindet, über die Relegation noch Aufstiegshoffnungen machen.

Das Tabellenmittelfeld, angeführt vom TSV Eutendorf als Sechster, reicht bis zu Rang 11, den Aufsteiger TSV Kupferzell einnimmt.

Ab Platz 12, auf dem sich der SV Rieden befindet, halten sich Mannschaften auf, die in der Rückrunde zulegen müssen, wenn sie nicht, wie die das Schlussduo bildenden SV Morsbach und TSV Ohrnberg, in Abstiegsgefahr geraten wollen.

Zur alles überragenden Mannschaft entwickelte sich der TSV Braunsbach, der am zweiten Spieltag die Tabellenführung erstmals übernahm, dann diese kurzfristig an Tura Untermünkheim 2 abgeben musste, am fünften Spieltag erneut an die Spitze zurückkehrte und diese mit einer beeindruckenden Siegesserie nicht mehr abgab. Mit 14 Erfolgen und nur einem Remis (2:2 in Michelfeld) blieb der Herbstmeister als einzige Mannschaft unbesiegt und marschiert mit zehn Punkten Vorsprung vor dem Zweiten TSV Michelfeld souverän vorne weg. Zudem wartet der Siebte der Vorsaison mit der besten Tordifferenz (plus 45) auf und erzielte mit Abstand die meisten Treffer (63).

Eine konstant erfolgreiche Hinrunde spielte auch der TSV Michelfeld, der sich momentan auf dem begehrten Aufstiegsrelegationsplatz aufhält. Der offensivstarke Tabellenzweite, der nach Braunsbach den zweitstärksten Angriff stellt, hat lediglich ein Spiel (Heim-3:4 gegen Ingelfingen) verloren blieb auswärts unbesiegt und spielte in fünf Partien dabei 13 Punkte ein. Wenn die Michelfelder ihr Nachholspiel gewinnen, können sie den Rückstand zum Spitzenreiter auf sieben Zähler verringern.

Zur selben Anzahl von Dreifachpunktgewinnen (10) wie Michelfeld kam auch der Tura Untermünkheim 2, der als einzige Mannschaft ohne Unentschieden geblieben ist. Als Tabellendritter, nur drei Zähler hinter Michelfeld, kann die Landesliga-Reserve, falls sie ihre Auswärtsstärke mit bisher fünf Siegen bei nur einer Niederlage (3:5 in Michelfeld) weiter beibehalten kann, ein ernstes Wort im Gerangel um die Aufstiegsrelegation mitsprechen.

Der vier Punkte hinter Michelfeld auf dem vierten Platz in die Pause gegangene TSV Gaildorf hat sich ebenfalls Aufstiegshoffnungen erspielt. Diese Möglichkeit haben die Gaildorfer auch ihrer stabilen Defensivabteilung zu verdanken, die mit nur 17 Gegentreffern (vor Braunsbach und Neuenstein mit jeweils 18) die wenigsten hinnehmen musste. Vier Niederlagen - wie Untermünkheim 2 - verhinderten eine noch bessere Platzierung. Mit drei Siegen in Folge war der TSV hoffnungsvoll in die Saison gestartet. Eine knappe Niederlage in Ingelfingen und die folgende Heimpleite gegen Untermünkheim 2 unterbrachen die Erfolgsserie. Mit dem Sieg in Neuenstein und den folgenden Dreiern gegen Zweiflingen und Ohrnberg zeigte sich Gaildorf aber wieder gut erholt, bevor mit der Heimniederlage gegen Braunsbach erneut ein Rückschlag hingenommen werden musste.

Siege gegen Waldenburg und Rieden mit jeweils 8:1 ließen den TSV Gaildorf am elften Spieltag auf den zweiten Platz, der besten Platzierung, klettern. Zwei sieglose Auswärtsspiele in Mainhardt (2:2) und in Michelfeld (1:1) ließen das Team von Trainer Marius Constantinescu auf den 3. Platz zurückfallen der mit dem Derbysieg gegen Eutendorf zunächst behauptet werden konnte. Doch nach der 2:3-Niederlage bei Öhringen 2 zum Vorrundenschluss rutschte Gaildorf auf den 4. Platz, vier Zähler hinter Relegationsranginhaber Michelfeld. Von den eroberten 29 Punkten wurden 15 auf der heimischen Bleichwiese und 14 auf den Gegners Feldern eingespielt.

Nur drei Punkte dahinter - bei zwei weniger ausgetragenen Spielen - folgt der SC Ingelfingen, die erfolgreichste Truppe aus dem Hohenlohe-Kreis. Mit erst drei Niederlagen aber acht Siegen und ihrer Heimstärke mit nur einem Spielverlust (0:2 gegen Eutendorf) sind die Ingelfinger ein nicht zu unterschätzender Mitkonkurrent im Rennen um den 2. Platz.

Wie in seiner Aufstiegssaison in der vergangenen Runde spielte der TSV Eutendorf wiederum eine zufriedenstellende Vorrunde. Das Team um TSV-Abteilungsleiter Karl-Heinz Butz hat wie in der vergangenen Saison die Hinrunde auf dem 6. Platz abgeschlossen.

Ab dem zehnten Spieltag hielt sich Eutendorf, das zuvor nach sechs Spielen durch vier Niederlagen zwischenzeitlich auf den 14. Platz zurückgefallen war, dort auf. Der 5:2-Sieg bei Öhringen 2 und der folgende Heimsieg gegen Vellberg leiteten die Wende nach vorne ein. Die Heimniederlage gegen die bis dahin abstiegsbedrohte TSG Waldenburg und die folgende 1:3-Derbyniederlage gegen den TSV Gaildorf bedeuten zwar einen kurzfristigen Rückschlag. Der Jahresabschlusssieg gegen Kupferzell sicherte jedoch den sorgenfreien Mittelfeldplatz.

Zwei Punkte hinter Eutendorf folgt mit einer ausgeglichenen Bilanz der beste der drei Aufsteiger, der TSV Zweiflingen. Diese weist auch der TSV Neuenstein auf: Der Bezirksligaabsteiger war miserabel in die Saison gestartet, rollte aber seit Mitte der Vorrunde das Feld von hinten auf. Nach sechs Partien war Neuenstein immer noch sieglos und verharrte mit nur einem Punkt mit dem zählergleichen Schlusslicht SV Morsbach auf dem vorletzten Rang. Mit dem ersten Dreier beim abgebrochenen Spiel gegen Mainhardt starteten die Schlossstädter mit vier Siegen nacheinander eine erfolgreiche Aufholjagd.

Die auf den Plätzen 9 bis 11 mit 16 Zählern punktgleichen Öhringen 2, Mainhardt und Kupferzell haben sich ein gutes Polster zugelegt und können sorgenfrei in die Frühjahrsrunde gehen. Mainhardt konnte sich dabei auf seine Heimstärke mit drei Siegen und drei Unentschieden bei nur einer Niederlage verlassen.

Ebenfalls drei Zählergleiche mit jeweils 13 Punkten folgen auf den Rängen 12 bis 14: der SV Rieden, Aufsteiger TSV Vellberg und die TSG Waldenburg, die sich alle noch nicht in Abstiegsgefahr befinden. Denn die auf den Abstiegsplätzen rangierenden TSV Ohrnberg und SV Morsbach kamen lediglich erst zu einem Sieg sowie drei Remis und haben sieben Punkte weniger auf ihrem Konto als die vor ihnen platzierten Mannschaften. Rieden als 12. und Vellberg als 13. weisen mit drei Siegen, vier Punkteteilungen und sieben Niederlagen dieselbe Bilanz auf. Rieden musste sich zu Hause mit zwei Siegen gegen Neuenstein und Morsbach sowie zwei Unentschieden begnügen und war dreimal unterlegen. Auswärts konnten lediglich vier Punkte eingefahren werden.

Vellberg ist ebenfalls nur zu zwei Heimsiegen und einem Remis gekommen, unterlag aber viermal. Immerhin holte der Aufsteiger sechs Auswärtspunkte.

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