"Nicht zu viel Emotion"

Das Hinspiel war der Knackpunkt: In einer denkwürdigen Partie verlor der Tura beim Göppinger SV mit 4:5 und kassierte dabei fünf Platzverweise. Vor dem Rückspiel bleibt Trainer Patrick Rost betont ruhig.

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Eine Szene aus dem Spiel in der vergangenen Saison: Turas Sebastian Mechnik (links) wird von seinem Göppinger Gegenspieler gestoppt. Foto: Marc Weigert

Zwar gibt Rost zu, dass er seine Spieler für diese Begegnung "nicht extra motivieren muss", dennoch ist die damalige Partie für ihn "Schnee von gestern. Wir brauchen nicht zu viel Emotion."

Rückblende: Bis zur 90. Minute liefern sich im Hinspiel Göppingen und der Tura einen heißen, aber weitestgehend fairen Kampf. Manager Walter Kolb sprach damals vom "bisher besten Saisonspiel". Es stand 4:4 als Steffen Kocholl seinen Gegner foulte und zur Überraschung aller Rot sieht. Es entstanden Tumulte, Visar Rushiti (Tätlichkeit) und Torwart Benjamin Gorzawski (Schiedsrichterbeleidigung) flogen ebenfalls mit Rot vom Platz, Markus Kläßing sah die Ampelkarte. Während des Spiels musste zudem Daniel Sahdo mit Gelb-Rot vorzeitig unter die Dusche. Danach lief es beim Tura auch wegen der langen Sperren unrund, in der Winterpause musste Trainer Fredi Skurka gehen. Er ahnte damals schon, dass die Nachwirkungen dieser Begegnung sehr lange anhalten würden. Göppingens Trainer Ulrich Haug erinnert sich an einen "sehr starken Tura. Kaum zu glauben, dass dieses Team nun so weit unten steht." Sportlich war das Spiel für ihn denkwürdig - und die Tumulte? "Da konnten wir ja nichts dafür."

Göppingen, derzeit Dritter, steht genau wie der Tura unter Druck. "Wenn wir noch an die Aufstiegsplätze rankommen wollen, müssen wir gewinnen. Ein Punkt reicht nicht." So ist mit einer offensiven Ausrichtung der Göppinger zu rechnen, dabei werden Haug sein brasilianischer Innenverteidiger Paulo de Souza und Philipp Schuler (Torschütze im Hinspiel, Kreuzband-OP) allerdings fehlen.

Beim Tura plagen sich Fatih Kalkan und Sebastian Mechnik mit Erkältungen herum, werden aber aller Voraussicht nach dabei sein können. "Ich kann nahezu aus dem Vollen schöpfen", freut sich Rost. Die 1:2-Niederlage beim Letzten in Münchingen hat er abgehakt. "Das wirft uns nicht um." Nach den Siegen gegen Hall und Friedrichshafen habe sein Team immer noch genug Selbstvertrauen. Zudem habe sich das Team mittlerweile gefunden, sodass Rost optimistisch ist: "Zu Hause können wir jeden schlagen."

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