Regionalräte erzürnt über Rückzieher

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So viel Empörung machte sich schon lange nicht mehr breit im Verkehrsausschuss des Verbands Region Stuttgart (VRS). „Sind da nur Amateure am Werk?“ rief Eva Mannhardt von den Grünen aus. „Das ist eine Frechheit“, entfuhr es FDP-Regionalrat Armin Serwani.

Grund des Unmuts ist die Entscheidung der DB Station & Service AG, den barrierefreien Ausbau des Gleises 1 an der S-Bahn-Station Feuerbach zu verschieben. Vorgesehen war, mit den Arbeiten im Februar zu beginnen. Jetzt will die Bahn erst loslegen, wenn Stuttgart 21 fertiggestellt ist – frühestens 2021, eher erst 2022. Zuvor müsse aber erst geregelt werden, wer wie viel bezahlt. Das bedeutet einen Rückschlag in den Bemühungen des VRS, den Zugang zu den Zügen an den S-Bahn-Stationen ebenerdig zu gestalten.

Kosten explodiert

Der Ärger war auch deswegen so groß, weil der VRS  der Bahn bereits schon im Sommer 2014 verbindlich zugesagt hatte, die Planungskosten in Höhe von 455 000 Euro zu übernehmen. Doch inzwischen ist eine neue Lage entstanden. Die in Feuerbach für S 21 tätige Arbeitsgemeinschaft (Arge) der Bauunternehmen unterbreitete der Bahn-Tochter ein Angebot, das laut VRS nahezu doppelt so hoch ist wie die Kostenberechnung, die auch dem Antrag auf Förderung durch das Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz zu Grunde liegt. Die DB hätte noch vor Weihnachten der Arge eine Zusage machen müssen. Sie ließ jedoch diese Frist wegen der hohen Kosten und der fehlender Finanzierungsgrundlage verstreichen.

Weitere Verärgerung beim VRS hat am Donnerstag die Absage der S21-Bauarbeiten beim Bahnhof Feuerbach durch die DB Projekt Stuttgart – Ulm GmbH ausgelöst. Die Arbeiten waren vom 26. bis 29. Januar geplant. Wegen der kurzfristigen Absage sieht sich die Bahn nicht imstande, einen regulären S-Bahn-Verkehr zu ermöglichen. „Die Kurzfristigkeit der Entscheidung ist kaum nachvollziehbar, da die aktuelle Witterung absehbar war“, schimpfte Regionaldirektorin Nicola Schelling. web

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