„Ich will keine Schokolade“ am Theater Neu-Ulm: Eine unvergessene Ulknudel – und viel mehr

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Käfer statt Schokolade: Christiane Reichert und  Wolfgang Eich­ler.  Foto: 

Mit dem Hit „Ich will keine Schokolade“ hat sie sich 1960 ins kollektive Gedächtnis gebrannt. Doch die quirlige Künstlerin ist weit mehr! Das Theater Neu-Ulm erinnert in seiner ersten Premiere der Saison an Trude Herr.

Ein roter Faden schlängelt sich durch „Ich will keine Schokolade. Der Trude Herr-Abend“, den die drei Mitwirkenden – Christiane Reichert als Trude Herr und in vielen weiteren Rollen, Wolfgang Eichler am Klavier und unter anderem als Heinz Erhardt sowie Heinz Koch als Regisseur Joachim nur stimmlich präsent – gemeinsam entwickelt haben. Christiane bewirbt sich darin als unsichere, tapsige Schülerin um die Rolle der Trude Herr in einer Revue. Nach aufgezählten biografischen Randdaten über die unvergessene Ulknudel versucht sie sich im Singen ihres Erfolgshits „Ich will keine Schokolade“. Die anfänglich gespielte Unsicherheit weicht, sie läuft zu Hochformen auf und bezirzt nicht nur den kongenialen Partner am Klavier, sondern wickelt auch so manchen männlichen Zuschauer um den Finger. Und ab da ist die – natürlich als Trude Herr engagierte Schauspielerin – in ihrem Element und erobert sich in fliegenden Kostümwechseln, mit viel Komik, Körper- und Stimmpräsenz die Herzen.

Gemeinsam mit Wolfgang Eichler präsentiert sie nicht nur zahlreiche Hits der Künstlerin, die sich selbst nie als Sängerin gesehen hat („Sängerin war eine Verleumdung meiner Schallplattenfirma“), sondern zeigt auch deren zahlreiche weitere Seiten auf. Ob als Schauspielerin in „Die Fahrstunde“ mit Heinz Erhardt, als Fernsehansagerin oder als Tänzerin im „Tango d’Amore“. Und natürlich auch als sexy Verführerin, die in „Weil ich so sexy bin“ hüft- und busenwackelnd über die Bühne tänzelt und grazil lasziv die Beine übereinander schlägt. Auch die manchmal schwierige Persönlichkeit der Künstlerin wird gezeigt.

Die  nachdenkliche Trude Herr findet in dem Lied „Älter sein“ und im Abschiedslied „Niemals geht man so ganz“ ihre Anerkennung. Eine kurzweilige, musikalische Revue, die einfach nur gute Laune macht.

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