Mutmaßliche Täter sind ausgeliefert
Ellwangen/Fichtenau. Die vier Personen, die in Unterdeufstetten einen Mann umgebracht haben sollen und in Italien festgenommen wurden, sind nun in Deutschland.
Die am 22. Dezember in Italien festgenommenen vier Tatverdächtigen aus dem Haller Landkreis befinden sich seit vergangenem Freitag in Untersuchungshaft. Dies teilte gestern in Sprecher der Polizeidirektion Schwäbisch Hall mit. Carabinieri hatten im Rahmen einer Verkehrskontrolle die international zur Festnahme ausgeschriebenen vier Beschuldigten festgenommen (wir haben berichtet).
Die Staatsanwaltschaft Ellwangen leitete nach der Festnahme der vier Personen - drei Männer und eine Frau - in Gemona del Friuli ein Auslieferungsverfahren ein. Beamte der "Soko Friedhof" und des Spezialeinsatzkommandos übernahmen das Quartett von den italienischen Behörden. In Deutschland wurden die Beschuldigten dem zuständigen Ermittlungsrichter des Amtsgerichts Ellwangen vorgeführt. Die Haftbefehle wurden anschließend in Vollzug gesetzt. Das Motiv der Tat ist noch unklar. Die Ermittlungen dauern weiter an.
Passanten hatten am 4. Dezember gegen 10.30 Uhr die Polizei über eine Blutspur beim Friedhof in Unterdeufstetten unterrichtet. Eine Streifenwagenbesatzung fand wenig später die Leiche eines 51-Jährigen aus Fichtenau vor einem Grab. Nach dem Ermittlungsstand starb der Mann in einem Gebäude in der Nähe des Friedhofs nach massiver Gewalteinwirkung.
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Autor: SWP | 11.01.2011
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