Schüler lesen aus den Erinnerungen von Häftlingen

Am 14. Oktober 1944 trafen in Hessental 600 KZ-Häftlinge ein. Sie bezogen die Baracken eines ehemaligen Lagers des Reichsarbeitsdienstes (RAD), das wahrscheinlich seit dem Sommer von einem Häftlingsvorauskommando für ihre Aufnahme vorbereitet worden war.

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Stelen mit den Namen von Menschen, die im KZ Hessental eingesperrt waren.  Foto: 

Am 14. Oktober 1944 trafen in Hessental 600 KZ-Häftlinge ein. Sie bezogen die Baracken eines ehemaligen Lagers des Reichsarbeitsdienstes (RAD), das wahrscheinlich seit dem Sommer von einem Häftlingsvorauskommando für ihre Aufnahme vorbereitet worden war. Dies ist der Beginn der sechsmonatigen Geschichte des KZ-Kommandos Hessental und der Leidensgeschichte der in diesem Lager festgehaltenen Häftlinge. Diese Menschen waren als Sklavenarbeiter vor allem für die Instandhaltung des Hessentaler Fliegerhorstes bestimmt. Mindestens 182 Häftlinge fielen den brutalen Lebens- und Arbeitsbedingungen, Misshandlungen und Morden im Hessentaler Lager zum Opfer. Die noch Lebenden wurden im Zuge der Evakuierung des Lagers am 5. April 1945 im berüchtigten "Hessentaler Todesmarsch" nach Dachau und Allach getrieben. Dabei verloren weitere Menschen unter unmenschlichen Bedingungen ihr Leben.

An die Hessentaler Häftlinge will die Initiative KZ-Gedenkstätte Hessental am Samstag, 5. April, erinnern. Auf dem Gelände der Gedenkstätte werden ab 16 Uhr Schülerinnen und Schüler der Thomas-Schweicker-Werkrealschule in Schwäbisch Hall aus Erinnerungen von einstigen KZ-Häftlingen lesen. Die Veranstaltung wird musikalisch umrahmt von Jochen Narciß-Sing (Violine).

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