Glasmuseum in Spiegelberg zeigt Sonderausstellung "Haller Löwenbrauerei"

Einblicke in ein Stück Kulturgeschichte gibt die Ausstellung "Haller Löwenbrauerei - ein Traditionsunternehmen im Spiegel seiner Geschichte". Sie wurde am Sonntag im Glasmuseum in Spiegelberg eröffnet.

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  • Große Flaschen, kleine Flaschen aus verschiedenen Zeiten. 1/2
    Große Flaschen, kleine Flaschen aus verschiedenen Zeiten. Foto: 
  • Der Landtagsabgeordnete Gernot Gruber und seine Frau Waltraut Fahrner betrachten eine Vitrine im Glasmuseum Spiegelberg. 2/2
    Der Landtagsabgeordnete Gernot Gruber und seine Frau Waltraut Fahrner betrachten eine Vitrine im Glasmuseum Spiegelberg. Foto: 
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"Mir geht es vor allem darum, ein Stück Geschichte zu erhalten", sagt Marianne Hasenmayer aus Spiegelberg voller Euphorie, als sie vor den neuen Exponaten im Spiegelberger Glasmuseum steht: Bierflaschen und Gläser aus unterschiedlichen Epochen sind in den großen Glasvitrinen zu sehen, Bilder in Schwarz-Weiß hängen an den Wänden, sind Zeugen aus einer vergangenen Zeit. Sie zeigen Männer, die sich von einem Lastwagen aus nach unten beugen, um Passanten ein Bier zu reichen.

Eine Leiste mit verschiedenen Etiketten ist an der Wand angebracht, sie enthüllt, wie sich das Banner der Haller Löwenbrauerei in den fast 300 Jahren ihres Bestehens verändert hat. Eine alte Holzkiste steht am Rande des Geschehens, alte, braune Glasflaschen ragen heraus.

Die Biergläser in der Ausstellung reichen von Stangengläsern des 16. Jahrhunderts über Keulenbecher aus dem 17. Jahrhundert und Bierbecher aus dem 19. Jahrhundert bis zum modernen Design des 21. Jahrhunderts. "Jedes einzelne davon erzählt seine eigene Geschichte", so Hasenmayer. Seit vielen Jahren engagiert sich die Frau mit den kurzen schwarzen Haaren im Glasmuseum - jetzt hat sie die neue Sonderausstellung konzipiert.

"Haller Löwenbräu gehört in unsere Gegend", sagt Bürgermeister Uwe Bossert vor den etwa 50 Vernissagengästen. Und Gernot Gruber, Mitglied des Landtags von Baden-Württemberg, erinnert sich, es sei der erste Gerstensaft gewesen, den er vor vielen Jahren in einer Gaststätte in Murrhardt getrunken habe. "So etwas vergisst man nie, es hat fantastisch geschmeckt", berichtet Gruber lachend.

Doch wie kams eigentlich zur Sonderausstellung? "Wir machen das seit 2007 regelmäßig", fasst Bossert zusammen. "Wichtig dabei ist, dass es ins Konzept des Museums passt", so der Rathauschef.

Die Idee zur aktuellen Ausstellung zur Haller Löwenbrauerei sei eher zufällig entstanden. "Im Herbst vergangenen Jahres wurde bekannt, dass der Gasthof Hirsch in Spiegelberg abgerissen wird", erzählt Hasenmayer.

Im Keller des „Hirschen“ lagerten tausende Flaschen

Ihr Instinkt sei alarmiert worden - und das mit Erfolg: "Im Keller lagerten tausende Flaschen, die jedes Sammlerherz höher schlagen ließen." Einige der Flaschen seien aus dem Hause der Haller Brauerei gewesen - so sei der Gedanke zur Ausstellung geboren worden.

Hasenmayer ist auf die Haller Löwenbrauerei zugegangen, diese war von der Idee begeistert. "Ich hab mich im ganzen Haus austoben dürfen, ich konnte jeden Raum durchforsten." Und in denen ist Hasenmayer offensichtlich fündig geworden: Das Ergebnis kann man jetzt noch bis zum Ende des Jahres bestaunen.

Das Glasmuseum
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