EMW ist auf Wachstumskurs

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„Ich habe gute Nachrichten“, verkündete EMW-Geschäftsführer Gebhard Gentner bei der Präsentation des Jahresabschlusses 2016 und seinem Ausblick auf das erwartete Jahresergebnis 2017 im Wüstenroter Gemeinderat. Die beiden Gemeinden Mainhardt und Wüstenrot hätten vor sieben Jahren „eine tolle Firma auf den Weg gebracht“. Es mache Spaß, mit den Kunden und den Kommunen zu arbeiten.

„Wir sind jetzt gut unterwegs“, sagte Gentner. Die Stromabgabemenge sei sehr stabil. 2016 hat die EMW rund 65 Millionen Kilowattstunden an Haushalts-, Gewerbe- und Sondervertragskunden  vertrieben. Bei 4,1 Millionen Umsatzerlösen und einer Bilanzsumme von 6,2 Millionen Euro habe die EMW im Jahr 2016 einen Bilanzgewinn von  898 277 Euro erzielt. „Auch 2017 liegt der Vertrieb bei durchschnittlich rund 17 Millionen Kilowattstunden pro Quartal“, berichtete der EMW-Geschäftsführer, der auch Chef der Haller Stadtwerke ist.

Ein Risikogeschäft sei der Stromverkauf an Sondervertragskunden, da trage die EMW das ganze Haftungsrisiko. „Wir verzeichnen bei den Kunden in unserem Vertriebsgebiet Zuwächse zwischen 50 und 60 Neukunden pro Quartal“, sagte Gentner. In Mainhardt hätten im letzten Jahr nur 35 Kunden gefehlt, um den Status des Grundversorgers zu erlangen, was ein großer Vorteil sei. Grundversorger sei das Energie­unternehmen, das im Vertriebsgebiet die meisten Kunden habe.

Drücker-Kolonnen unterwegs

Am Jahresende 2016 bezogen  insgesamt 2828 Vertriebskunden ihren Strom von der EMW. „Manche gönnen uns diesen Erfolg nicht und schicken Drücker-Kolonnen los, die an der Haustür Stromverträge verkaufen“, berichtete Gebhard Gentner. Darüber hätten sich EMW-Kunden massiv beschwert. „Wir beschäftigen uns auch mit Nahwärme und versuchen, einen Nahwärmeverband aufzubauen“, erläuterte der Geschäftsführer. Im Steinbühl in Mainhardt gebe es bereits ein kleines Nahwärmenetz mit 30 Kunden. Auch in Wüstenrot wolle die EMW als Partner den  Aufbau eines Nahwärmenetzes in der Ortsmitte aktiv unterstützen. „Das Ergebnis passt“, meinte Bürgermeister Timo Wolf. „In Mainhardt haben 35 Kunden zum Grundversorgerstatus gefehlt, wie viele waren es in Wüstenrot“, wollte Gemeinderat Hans Dottermann wissen. „In Wüstenrot sind wir von diesem Status weiter entfernt, es fehlen rund 100 Kunden, aber das wollen wir ändern“, sagte Gentner. Einstimmig ermächtigte der Gemeinderat den Bürgermeister, in der Gesellschafterversammlung dem Jahresabschluss und dem  Gewinnvortrag auf das neue Rechnungsjahr zuzustimmen.

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