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Großbrand bei der Metzgerei Setzer in Wolpertshausen fordert 14 Verletze

Gegen 1 Uhr in der Nacht auf Samstag war bei der Metzgerei Setzer im Industriegebiet von Wolpertshausen ein Feuer ausgebrochen. 14 Menschen wurden dabei durch Rauchgase verletzt, sind aber wieder wohlauf.

OLIVER FÄRBER |

Schon von der nahen Autobahn 6 aus, die am Industriegebiet vorbei führt sind, Flammen, eine dicke Rauchwolke, Blaulichter und Scheinwerfer zu sehen. Die Freiwilligen Feuerwehren aus Wolpertshausen, Ilshofen und Schwäbisch Hall kämpfen von außen – auch mit der Drehleiter übers Dach – und mit Atemschutzgeräten ausgerüstet von innen gegen den Brand. Mit einem lauten Knall stieben mehrere Feuerbälle aus einem Fenster im Obergeschoss auf der Nordseite. „Grund dafür waren Spraydosen“, weiß Matthias Frank, Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Wolpertshausen und Einsatzleiter vor Ort.

 
 

Die Verletzten sind längst nach Crailsheim und Schwäbisch Hall in die Kliniken transportiert worden. Fünf Bewohner des Gebäudes und fünf weitere Personen, die sich zur Brandzeit im Gebäude aufhielten, sind laut Meldung der Polizei verletzt worden – außerdem vier Feuerwehrleute bei den Löscharbeiten. Alle hatten zu viel Rauch eingeatmet. „Die Leute, die dort gearbeitet haben, haben die Bewohner, die geschlafen haben, raus geholt. Sonst wäre das noch schlimmer ausgegangen“, meint Frank. Da acht Bewohner für die Wohnungen gemeldet aber nur fünf gerettet sind, durchsucht die Mannschaft noch die Innenräume – aber sie sind leer.

Fast 100 Helfer im Einsatz

Insgesamt 63 Feuerwehrleute mit elf Fahrzeugen sind vor Ort, wie die Polizei später mitteilt. Rettungsdienste und Schnelleinsatzgruppen sind mit 19 Kräften und zehn Fahrzeugen vor Ort. Erst nach 3 Uhr morgens meldet Frank „Feuer schwarz.“ Nachlöscharbeiten und Aufräumen ziehen sich hin. Erst um 8.30 Uhr morgens rücken die letzten Kräfte ab – bis auf eine Brandwache.

„Die Sandwichbauweise, das Metall und die Fotovoltaikanlage haben den Einsatz schwierig gemacht“, erklärt der Kommandant. Die Hitze habe sich im Gebäude gestaut – der Strom, den die Solaranlage auch nachts wegen der Scheinwerfer produziert, und das Löschwasser im Zusammenspiel machen den Einsatzort gefährlich.

Am Samstag werden die Solarzellen deshalb mit einer Plane zugedeckt. Die Verletzten werden bereits am Samstag wieder aus den Krankenhäusern entlassen. Jetzt ermittelt die Kriminalpolizei: Sie will den Grund für den Brand heraus bekommen.

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