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Murrhardt: 13 Arbeiter nach Säureunfall in Kliniken

Bei einem Arbeitsunfall in einem metallverarbeitenden Unternehmen in Murrhardt ist ein 58 Jahre alter Mann schwer verletzt worden. Säure hat ihm das Gesicht verätzt. 12 weitere Arbeiter kamen ins Krankenhaus. Der Betrieb wurde evakuiert.

SWP/RS |

Gegen 6.30 Uhr gestern Morgen ereignete sich in der Friedrich Gampper KG/NIL Armaturen in der Murrhardter Fichtestraße ein folgenschwerer Arbeitsunfall. Ein 58 Jahre alter Arbeiter, der in dem metallverarbeitenden Betrieb mit dem Mischen von Säure beschäftigt war, erlitt Verätzungen an Gesicht und Händen. Der Mann wurde mit einem Rettungshubschrauber in eine Spezialklinik geflogen. Über seinen Gesundheitszustand gibt es derzeit keine Informationen. Zwölf weitere Beschäftigte der Firma, die sich zu dieser Zeit im Bereich des Unfallortes aufgehalten hatten oder dorthin geeilt waren, um Hilfe zu leisten, wurden vorsorglich und zur weiteren Untersuchung in umliegende Krankenhäuser eingeliefert.

Nach den bisherigen Erkenntnissen der Murrhardter Polizei hatte der 58-Jährige mit Säuren hantiert, um diese zu mischen. Plötzlich ist es zu einer Art Verpuffung gekommen, wobei dem Mann Salpetersäure ins Gesicht und auf die Hände spritzte. Das Säure-Gemisch breitete sich anschließend auf dem Boden des Galvanikraumes aus.

Mit 14 Kräften war der Rettungsdienst im Einsatz, die Feuerwehr mit insgesamt 52 Personen. Neben der Murrhardter Wehr waren auch der Gefahrgutzug des Rems-Murr-Kreises sowie ein Messfahrzeug und ein Chemiker der Rems-Murr-Feuerwehr unter der Gesamtleitung von Kreisbrandmeister Andreas Schmidt vor Ort.

Die Feuerwehr hat die Chemikalien abgebunden, um eine weitere Ausbreitung zu verhindern. Ebenso wurden Messungen außerhalb des Betriebes angestellt. Dabei sei es zu keinen erhöhten Konzentrationen gekommen, wie es im Bericht der Polizeidirektion Waiblingen heißt. Im Lauf des Vormittags gab es weitere Messungen auf dem Betriebsgelände. Der Betrieb wurde kurz nach dem Unfall vorübergehend komplett evakuiert. Die Berufsgenossenschaft und die Gewerbeaufsicht des Landratsamts haben am Unglücksort die Ermittlungen aufgenommen.

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