Kampf gegen Feuer und Kälte
Hoher Schaden nach Brand in Satteldorf
Satteldorf. Frierende Feuerwehrleute bei einem Großbrand - nichts ist unmöglich in diesen Tagen und Nächten. Am frühen Montagmorgen kämpfte die Feuerwehr in Satteldorf gegen Feuer und Kälte.
Die Feuerwehren aus Satteldorf und Crailsheim gingen mit vereinten Kräften gegen den Brand vor, der gegen 2 Uhr am frühen Montagmorgen in einem Wohnhaus in der Satteldorfer Gartenstraße ausgebrochen war. Doch das Gebäude war nicht mehr zu retten, es brannte völlig aus. Das im Haus wohnende Ehepaar konnte sich rechtzeitig ins Freie retten. Der Mann war aufgestanden, weil er ein Geräusch gehört hatte. Als er nachschaute, entdeckte er Flammen in der Wohnung.
Wo und weshalb das Feuer ausbrach, ist noch unklar, der Schaden steht schon fest und beläuft sich nach Angaben der Polizei auf rund 200 000 Euro. Gestern Morgen war ein Sachverständiger vor Ort. Begonnen wurde mit dem Abbruch der Mauern, die stehen geblieben waren. Die Arbeiten werden heute fortgesetzt. Das Ehepaar kam erst einmal beim Sohn unter, Satteldorfs Bürgermeister Kurt Wackler hat sich noch in der Brandnacht in die Bemühungen eingeschaltet, schnell eine neue Bleibe für die beiden in der Gemeinde zu finden.
Die extremen Bedingungen am Einsatzort belasteten die Feuerwehrleute erheblich. Bei -18 Grad Celcius waren sie einerseits froh, dass das Wasser nicht in den Schläuchen gefror, andererseits setzte ihnen die klirrende Kälte zu. Löschwasser verwandelte sich auf der Straße sofort in Glatteis, Löschwasser auf der Schutzkleidung ließ diese hart wie Beton werden.
Zudem mussten alle Einsatzkräfte wegen der starken Rauchentwicklung unter Atemschutz arbeiten. Damit sich die Feuerwehrleute während des stundenlangen Einsatzes erholen konnten, setzte die Crailsheimer Wehr ihren Abrollbehälter "Aufenthalt" ein. Dieser Container ist mit Heizung und Sitzgelegenheiten ausgestattet.
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Autor: ANDREAS HARTHAN | 07.02.2012
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In Satteldorf hat in der Nacht zum Montag ein Brand in einem Wohnhaus einen Schaden von etwa 200.000 Euro angerichtet. Foto: ANDREAS HARTHAN
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