Wieder Schädlinge im Wald

Oberrot.  Die Mitglieder der Forstbetriebsgemeinschaft Oberrot trafen sich im Gasthaus Wasserrad zur Jahreshauptversammlung. Dabei wurde auch der grün-rote Koalitionsvertrag kritisch beleuchtet.

Reinhard Lenk, Vorsitzender der Forstbetriebsgemeinschaft Oberrot, ließ die vielfältigen Aktivitäten im Berichtsjahr Revue passieren, ehe er an den Kassierer Manfred Dietrich übergab. Diesem wurde eine einwandfreie Kassenführung bestätigt, so dass Kassierer und Vorstandschaft einstimmig entlastet werden konnten. Für Kassenprüfer Werner Strack war es die letzte Jahreshauptversammlung in seiner Eigenschaft als Oberroter Bürgermeister. Er dankte für die gute Zusammenarbeit und warb um Vertrauen für seinen Nachfolger Daniel Bullinger.

Oberforstrat Manuel Braunger vom Forstamt Schwäbisch Hall ist seit Mai 2011 für den Körperschafts- und Privatwald zuständig. Das zurückliegende Jahr sei trotz trockenem Frühjahr und Herbst für die Vitalität des Waldes gut gewesen, sagte Braunger. Er musste jedoch auch von Schwierigkeiten mit Waldschädlingen berichten.

Die starke Nachfrage nach Nadelholz könne derzeit nur schwer befriedigt werden, so Braunger. Dies habe steigende Preise zur Folge, die jedoch durch die Sägewerke nur schwer umsetzbar seien. Durch die boomende Exportwirtschaft sei auch der Holzpalettenpreis sehr gut. Beim Papierholz gebe es einen leichten Preisabfall. Beim Brennholz bestehe eine hohe Nachfrage, was zu höheren Preisen führe.

Aus Sicht der Säger informierte Christian Grau von der Klenk Holz AG über die Lage am Holzmarkt. In Baden-Württemberg hätten sich die hohen Preise des letzten Jahres stabilisiert. Grau sprach von einem historisch hohen Preisniveau. Dies stelle ein großes Problem für die hiesigen Säger dar, da auf dem Weltmarkt günstigere Preisen herrschen. Man habe daher die Produktion in Oberrot mittelfristig gedrosselt. Das Sägewerk konzentriere sich auf qualitativ hochwertige Produkte und kaufe bei Bedarf Schnittware von außen zu. Die Stämme müssten nun getrennt nach Längen angeliefert werden.

In Zukunft sollen nur noch vier und fünf Meter lange Stämme angenommen werden. Bei ganz schwachem und ganz starkem Holz gebe es in Zukunft Abschläge. Als Ausgleich dafür werden bei gesuchten Hölzern Zuschläge gezahlt.

Grau rief eindrücklich dazu auf, jetzt Holz zu machen. Zum Abschluss informierte Ulrich Brenner von der Firma Brenner Forst über verschiedene Möglichkeiten der Wildschadensverhütung.


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Autor: ANDREAS BALKO | 07.02.2012

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