Eingriff in Abstimmung mit dem Landratsamt

Ufer am Eisbach vorsorglich frei gemacht

Sulzbach-Laufen.  Das Ufer am Eisbach in Sulzbach hinter der Firma MBS ist komplett gerodet. Erste Vorbereitungen für die Verlegung des Eisbachs, vor dem der Naturschutz eindringlich warnt? Bürgermeister Bock sagt Nein.

Die großen Bäume entlang des Eisbachs auf Höhe der Firma MBS sind bereits vor Jahren nach einem Sturm gefällt worden. Jetzt steht nicht mal mehr ein Strauch. Bürgermeister Bock hat die Erklärung dafür: "Sollte die MBS die wasserrechtliche Genehmigung für die Verlegung des Eisbachs Mitte des Jahres bekommen, wäre ein Eingriff in der Vegetationsperiode enorm. Sollte die Genehmigung versagt werden, ist der Bereich innerhalb von zwei Jahren wieder dicht bewachsen". Ein Eingriff außerhalb der Vegetationsperiode sei die einfachste Variante. Zudem ist sich der Biologe Wolf sicher, dass die Tierwelt im Frühjahr genügend Ausweichflächen Eisbach auf- und abwärts finden wird. Die untere Naturschutzbehörde, das Planungs-Büro Dr. Hutarew und der Gutachter für Gewässerökologie Wolf hatten den gesamten Verfahrensablauf Eisbach II besprochen und waren sich dabei einig, dass es Sinn macht, den Restbestand bis Ende Februar zu entfernen, erklärt Markus Bock weiter. "Ein Gutachter hat den Abschnitt des Eisbachs vor dem Eingriff ein Jahr lang begutachtet, so dass alle Daten und Informationen für einen ausreichenden Ausgleich einer möglichen Baumaßnahme erfasst ist", sagt Bock. Ob der Eisbach verlegt wird, entscheidet das Landratsamt im Wasserrechtsverfahren. Bis dahin werde sich vor Ort nichts mehr tun.

Bürgermeister Bock verweist auf einen ähnlichen Fall: In Crailsheim wird das Baufeld für den Klinikneubau frei gemacht. 25 Bäume werden gefällt, obwohl der Kreistag noch keinen Baubeschluss für den Klinikbau gefasst hat. Diese Entscheidung soll erst zur Jahresmitte fallen, wenn bekannt ist, wie hoch die Krankenhausförderung des Landes ausfällt. Die 25 Bäume, die dem Neubau weichen müssen, wurden vom Naturschutzbeauftragten Kurz auf vorhandene Horste und Höhlen überprüft, heißt es in einer Pressemitteilung des Landratsamtes. Dabei seien keine Ansätze von Bruthöhlen aufgefallen. Der Großteil der Bäume habe das biologische Alter bereits erreicht und sei teilweise durch eine Viruskrankheit gefährdet. Die Rodungen würden durch umfangreiche Bepflanzungen wieder ausgeglichen.


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Autor: CORNELIA KAUFHOLD | 10.02.2012

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