See wird von Grundwasser gespeist
Obersontheim.
Nach dem Tod des 58-jährigen Familienvaters im Steinbruchsee ist die Betroffenheit in Obersontheim groß. Der See war nicht fürs Eislaufen frei gegeben. Dieser wird von warmem Grundwasser gespeist. "Das ist ein tragisches Unglück", sagt Bürgermeister Siegfried Trittner. Er war am Freitag und am Samstag an der Unglücksstelle. Er lobt die Leistung der Rettungstaucher, die bei Dunkelheit und Kälte unter schwierigsten Bedingungen arbeiteten. Der See wurde noch nie von der Gemeinde zum Eislaufen freigegeben - gleichwohl laufen dort gelegentlich Obersontheimer auf eigene Gefahr mit Schlittschuhen. "Das ist stehendes Wasser, da gibts keine Strömung", berichtet Tritter. Deshalb könne man leicht glauben, dass der See bei dieser Kälte von einer dicken Eisschicht bedeckt ist. Jedoch: Der See wird von Grundwasser gespeist, dieses ist in der Regel zwischen 12 und 14 Grad warm. Wenn andere Seen im Kreis fürs Laufen frei gegeben sind, kann deshalb nicht darauf geschlossen werden, dass der Steinbruchsee auch begehbar ist. Eine Prüfung könne die Gemeinde nicht leisten. Trittner: "Da bräuchten wir Experten, die mehrfach und an verschiedenen Stellen Proben nehmen." Und selbst dann sei es immer noch mit Risiken behaftet.
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Autor: SEL | 07.02.2012
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