Leukämie
Eine neue Chance für Laurin
Wallhausen.
Das Bangen und Hoffen war nicht umsonst: Laurin aus Wallhausen bekommt eine neue Chance. Bereits nächste Woche werden dem Zweijährigen Stammzellen eines geeigneten Spenders transplantiert.
Die Identität von Laurins „genetischem Zwilling“ liegt weitgehend im Dunkeln. Klar ist jedoch: Er ist männlich, kommt aus Deutschland und seine Gewebemerkmale waren in der Deutschen Knochenmarkspenderdatei (DKMS) verzeichnet. Auch lässt sich definitiv sagen, dass der Mann nicht in Wallhausen in die DKMS aufgenommen wurde. Die Blutproben der dortigen Typisierung am 19. Dezember werden derzeit nämlich in den USA untersucht, was vier bis sechs Wochen dauert.
Freilich ist all das letztlich Nebensache. Wirklich wichtig ist, dass Laurin nur eine Chance auf Heilung hatte und diese nun tatsächlich gewährt bekommt. Das ist ein Verdienst von Organisationen wie der DKMS. Mehr als 4000 Stammzellenspenden hat diese im vergangenen Jahr vermittelt, eine davon für Laurin. 280<TH>000 Menschen haben sich 2010 in die DKMS aufnehmen lassen, allein 2445 bei der Typisierungsaktion in Wallhausen.
Im Moment geht es Laurin den Umständen entsprechend recht gut. Die Weihnachtstage hat er mit seiner Familie zu Hause verbracht, jetzt ist er wieder zur Chemotherapie in der Würzburger Klinik. Nächste Woche soll dort die Stammzellentransplantation vorgenommen werden.
„Da müssen wir einfach hoffen, dass er den Eingriff gut übersteht, die Zellen ihren Dienst tun und Laurin von anderen Krankheiten verschont bleibt“, sagt Yvonne Renz von der DKMS. Denn so freudig es stimmt, dass ein geeigneter Spender gefunden wurde: Eine Garantie auf Heilung ist das nicht.
Die Transplantation ist eine große Belastung für den Körper, und niemand kann vorhersehen, ob er die gespendeten Stammzellen annimmt – auch wenn sie die passenden Merkmale aufweisen, sind sie letztlich doch Fremdkörper.
Nun aber ist die Zeit für begründeten Optimismus. Freude und Hoffnung seien groß, berichtet Martina Collins, Freundin von Laurins Mutter und Mitinitiatorin der Hilfsaktion. Sie hat eine weitere gute Nachricht: Die bereits mehr als 80<TH>000 für die Typisierung gespendeten Euro werden um weitere 2640 Euro, dem Erlös aus dem Benefizkonzert der „Gräni Gang“, aufgestockt.
„Unerwartet groß“, sei die finanzielle Hilfsbereitschaft im Anschluss an die Typisierung gewesen, freut sich Yvonne Renz. Und Martina Collins möchte, auch im Namen von Laurins Familie, einfach nur „Danke“ sagen: „Jeder hat seinen Beitrag geleistet.“
Trotz der großen finanziellen Hilfsbereitschaft der Hohenloher sind die Kosten für die Aktion noch immer nicht vollständig gedeckt. >
Das Spendenkonto der DKMS: VR Bank Schwäbisch Hall-Crailsheim, BLZ 62290110, Konto 106653008.
Mehr Infos unter www.dkms.de
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Autor: Sebastian Unbehauen | 05.01.2011
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