Ein Fest im Geist der Musik
Oberrot. Ein wunderschönes Konzert gabs am letzten Sonntag in der Oberroter Kirche zu hören. Der Musikverein, der Männergesangverein und die "Red Valleys" bestritten souverän ein vielfältiges Programm.
Es war das dritte gemeinsame Konzert, das der Musikverein Oberrot, der Stammchor des Männergesangvereins und dessen junger Chor, die Red Valleys, in der Bonifatius-Kirche ausrichteten. Die drei musizierenden Gruppen hatten sich mächtig ins Zeug gelegt und präsentierten ein anderthalbstündiges Programm in hoher Qualität und mit einer Spannbreite von klassischen Stücken über Spirituals bis hin zum Musical. Das Gotteshaus war so gut besucht wie sonst nur am Heiligen Abend.
Der Musikverein spielte zum Auftakt unter Leitung von Siegmar Dierolf den feierlichen "Song for a new generation" von Ben Haemhouts. Darauf folgte der Männergesangverein mit zwei klassischen Chorstücken: "Der Mond ist aufgegangen" von Gerhard Rabe und "Jauchzet, jauchzet dem Herrn" von Friedrich Silcher. Dann aber wechselte der Chor unter seiner Dirigentin Isolde Holzmann mit "Mary Had a Baby" souverän ins Genre der Gospelsongs, wonach der Musikverein das "Adagio Cantabile" von Ludwig van Beethoven darbot.
Pfarrer Andreas Balko spannte in seinem geistlichen Impuls einen Bogen zum Volkstrauertag, indem er fragte, ob böse Menschen tatsächlich keine Lieder hätten, wie der Volksmund sage. Er zweifelte die Wahrheit der Redewendung an und betonte: "Das ist gerade das Gefährliche, dass wir böse Menschen eben nicht daran erkennen, ob sie singen oder nicht." Vielmehr komme es auf den Geist an, den die Lieder und Melodien atmen. Passend zur Ansprache stimmte das Publikum in das Kirchenlied "Gib uns Frieden jeden Tag" ein, das vom Musikverein flott begleitet wurde.
Nun traten die Red Valleys mit einer Abfolge von beeindruckend dargebotenen Spirituals auf: "Let My Light Shine Bright", "Ride the Chariot", "Swing Low Sweet Chariot" und "Down by the Riverside". Chorleiter Joachim Bass hatte zwei der Stücke eigenhändig arrangiert. Mit "Another Day in Paradise" präsentierte der Musikverein gekonnt ein Stück des britischen Rock- und Pop-Sängers Phil Collins.
Im Anschluss bot der Männergesangverein drei Stücke aus ganz unterschiedlichen Kategorien dar: "Neigen sich die Stunden", "Uyingcwele Baba" und "Die Rose". Bei letzterem Stück brillierte die Chorleiterin Isolde Holzmann im Sologesang mit ihrer klaren Stimme. Für sie war es das letzte Konzert mit dem Männergesangverein, denn sie gibt die Chorleitung ab.
Einen Höhepunkt erreichte das Gemeinschaftskonzert mit einem Medley des bekannten Musicals "Jesus Christ Superstar" von Andrew Lloyd Webber, das der Musikverein bravourös einstudiert hatte. Gottesdienstliche Elemente wie Votum, Gebete und Segen rahmten die musikalischen Darbietungen ein. Zum Schluss präsentierten Musikverein und Männergesangverein noch gemeinsam den Kanon "Gloria, lobet den Herrn".
Das Opfer zugunsten der Kirchengemeinde erbrachte 791 Euro. ab
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Autor: SWP | 16.11.2011
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