Es zieht und zupft an den Lachmuskeln

"Herrn Stumpfes Zieh- und Zupfkapelle" hat wieder mal das Limpurger Land unsicher gemacht und als Gast des Liederkranzes Sulzbach mit ihrer bekannt frechen Art die heimischen Fans aufgemischt.

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Die hochkarätigen Allroundkünstler von der Ostalb, nahezu jeder spielt ein halbes Dutzend verschiedener Instrumente und das auch im fliegenden Wechsel, begeisterten das Publikum in der Stephan-Keck-Halle in Sulzbach-Laufen. Mit schwäbischer Mundart und skrupelloser Hausmusik zogen und zupften sie kräftig an den Lachmuskeln.

Neben ihren diversen Instrumenten brachten die Stumpfes nach dem "Ogäber-Lied" mit Waschbretteinsatz auch gleich mal eine kleine Stärkung mit: Wurstbrote und für Vegetarier Bananen. Alles flog in hohem Bogen in Richtung des hungrigen Publikums. Bei solchen Gaumenfreuden war auch schnell eine Erklärung für den Sulzbacher Ortsnamen gefunden. Ganz einfach: "Da muss a moal a Sulz en da Bach nei gfalla sei."

Immer dabei war auch das Gästebuch der Kapelle, das zum Reinschreiben durch die Zuschauerreihen ging und ohne Fettflecken zurückerwartet wurde. Weitgereiste Melodien aus aller Herren Länder waren liebevoll von den Stumpfes aufgesammelt und durch die Zieh- und Zupf-Mangel gedreht worden. In Sulzbach erstrahlten sie in neuem Glanz auf der Bühne. So wurde auch die Geschichte des "Aufhausen-Liedes" bei Bopfingen am Ipf erzählt und gesungen, das nur mal kurz über Nacht zum "Lüften" rausgehängt, hierbei von den Amerikanern entführt worden war und von den Stumpfes am Ende wieder heimgebracht wurde.

Scheinbar völlig locker wechselten sich die Musiker als Sänger, Zwischentexter und Instrumentalisten ab. "Herrn Stumpfes Zieh- und Zupf Kapelle" ist ein ganzer Chor mit Orchester, bestehend aus - man glaubt es kaum - nur vier Mitgliedern: Manfred Arold, Benny "Banano" Jäger, Michael "Flex" Flechsler und Marcel "Selle" Hafner. Allen sind die vier Jungs bekannt als Begleitkapelle in der SWR-Fernsehsendung "Hannes und der Bürgermeister".

Nach einer kleinen Pause, in welcher es bestimmt auch wieder "furchterregende Schlangen" im Klo hatte, präsentierte das durchgeknallte Orchester mit Texten von markerschütternder Ernstlosigkeit und immer unschuldig dreinblickend, weitere ihrer Glanzlichter aus den vergangenen 20 Jahren. Satirische Lieder über den Leberkäs, ein Liebeslied an die Gartenliege und über den "Belami Sepp", der sein Glück im Kochtopf bei Linse und Spätzle findet.

Nach zwei Zugaben und der A-capella-Version von "Mei Bemberle duat weh", frei nach der Melodie des bekannten "The Lion sleeps tonight", verabschiedeten sich die Stumpfes von ihrem begeisterten Publikum.

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