Schnörkellose Lieder

Abtsgmünd.  Das Axel Nagel Trio "360 °" gab vergangene Woche in der ausverkauften Abtsgmünder Zehntscheuer ein anspruchsvolles Benefizkonzert.

Das Konzert zu Gunsten des Hospizdienstes der Sozialstation war ein gelungener Start in das Abtsgmünder Kulturprogramm 2012 und das zehnte Jubiläumsjahr des Hospizdienstes. Der Gmünder Gitarrist Axel Nagel wurde dabei von Markus Braun am Kontrabass und Steffen Köble am Schlagzeug begleitet. Mit seiner ausdrucksstarken Stimme präsentierte Nagel hauptsächlich Songs aus seinem Album "Außenansicht". Nagel singt in deutscher Sprache, seine Musik enthält Einschläge aus Folk, Blues, Soul und Americana.

Mit Ausnahme des Stückes " Pures Glück" nach "October Road" von James Taylor stammen alle Songs von Axel Nagel selbst. Zum Auftakt besang er mit seiner markanten, sonoren Stimme den Seefahrer John Franklin, es folgten emotionale Lieder wie "Navigation, "Lied in drei Teilen" oder "Nachruf". In einem Song über seinen Lieblingssänger, den amerikanischen Folk-Musiker John Gorka, stellte sich Nagel eigentlich selbst dar: gelassen, schnörkellos, ruhig und zufrieden.

Nagels Texte sind poetisch und sehr stark. Dies war auch bei Songs wie " ein Begleiter" , "Wilde Wege" oder " Begegnung in der Ferne" zu verspüren. "Da war ein Rauschen und Worte verbanden sich zu Melodien" heißt es beispielsweise in "Pures Glück". Schlagzeuger Steffen Köble und Bassist Markus Braun am Kontrabass machten Nagels Melodien zu musikalischen Leckerbissen, zumal beide neben dem Maestro, der mit unverwechselbarem Gitarrenspiel glänzte, ebenfalls solistischen Freiraum erhielten.

Axel Nagel zeigte sich auch als charmanter und tiefsinniger Plauderer beim Vorstellen der Stücke und der Kollegen. Da wurde beispielsweise der "Nachruf" locker vom Hocker als Stück angekündigt, das es noch nicht gibt, das aber dennoch schon da ist.

Andrea Apprich, Leiterin der Sozialstation Abtsgmünd, und Sabine Schäffler, die Einsatzleiterin des ambulanten Hospizdienstes, bedankten sich bei den Musikern, aber auch beim Publikum in der ausverkauften Zehntscheuer für die Unterstützung.


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Autor: FA | 08.02.2012

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