Lichtmesstag im Heimatmuseum
Horlachen.
Traditionell wird im Heimatmuseum in Horlachen um Lichtmess gesponnen und gewebt. Mariä Lichtmess, der 2. Februar, war für die bäuerliche Gesellschaft ein wichtiger "Lostag", denn zu diesem Zeitpunkt wurden die Dienstboten für das neue Jahr verpflichtet. Alle richteten sich auf das Vorbereiten der im Frühjahr anfallenden Arbeit ein. Die Tage sind an Lichtmess bereits eine Stunde länger. Deshalb sollte jetzt auch "das Spinnen vergessen" und die Arbeit wieder aufgenommen werden, zu der man mehr Tageslicht braucht. Im Museum trifft sich am kommenden Sonntag wieder die Runde der Spinnerinnen, die den Besuchern zeigen, wie diese früher mit Muskelkraft betriebene "Maschine" funktioniert.
Zum Glück blieb beim Flohmarkt in Frickenhofen ein sehr interessantes kleines Gerät übrig und wurde dem Museum übergeben: ein Bändel-Webstuhl. Helmut Altmann hat ihn hergerichtet. Er wird den Besuchern eindrucksvoll zeigen, wie Bänder gewebt werden. Bei der Trachtengruppe Gschwend können die Besucher zwischen 14 und 17 Uhr im Museumscafé in der ehemaligen Unterklasse bei Kaffee und Kuchen den Wintertag ausklingen lassen.
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Autor: SWP | 02.02.2012
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