"Projekt IA3"

Abtsgmünd und Adelmannsfelden vereinbaren Zusammenarbeit

Abtsgmünd/Adelmannsfelden.  Abtsgmünd und Adelmannsfelden tun sich zusammen. Für die interkommunale Abwasserbeseitigung, kurz: IA³, werden die beiden Kommunen in den nächsten Jahren fast acht Millionen Euro investieren.

In der letzten Woche haben die beiden Bürgermeister Armin Kiemel, Abtsgmünd, und Edwin Hahn, Adelmannsfelden, die Vereinbarungen zur interkommunalen Abwasserbeseitigung IA³ sowie den ergänzenden Betriebsführungsvertrag unterzeichnet. Damit ist der Weg frei, um Adelmannsfelden, Hohenstadt und Pommertsweiler mittels Pumpleitungen an die Sammelkläranlage in Abtsgmünd anzuschließen. Das Klärwerk in Abtsgmünd wird erheblich ausgebaut. Etwa acht Millionen Euro wollen die beiden Kommunen investieren.

"Das Projekt IA³ ist wegweisend", sind sich die beiden Bürgermeister einig. Diese Einschätzung teilen auch das Regierungspräsidium Stuttgart und das Landratsamt Ostalbkreis, die die interkommunale Abwasserbeseitigung befürwortet und als beispielhaft bewertet haben. Die beiden Bürgermeister erwarten nun den Förderbescheid des Landes.

Die Pläne beruhen auf einem Strukturgutachten, das von dem Stuttgarter Ingenieurbüro IAT im Auftrag der Gemeinde Abtsgmünd durchgeführt wurde. Aufgrund dieses Gutachtens beschloss der Gemeinderat, die Kläranlagen Pommertsweiler und Fischhaus aufzulösen und an das Hauptklärwerk in Abtsgmünd anzuschließen. Das Hauptklärwerk muss deshalb erweitert werden. Die Ingenieure schlugen auch vor, die Kläranlage Adelmannsfelden stillzulegen und an die Druckleitungstrasse zur Kläranlage Abtsgmünd anzubinden.

Ende März 2011 sprachen sich die beiden Gemeinderäte grundsätzlich für die interkommunale Abwasserkonzeption aus. Kostenaufteilung und konkrete Zusammenarbeit wurden in einer öffentlich-rechtlichen Vereinbarung geregelt.

Die Gesamtinvestitionskosten belaufen sich auf knapp 7,9 Millionen Euro. Die Gemeinde Abtsgmünd trägt davon rund 5,4 Millionen Euro, dabei wird mit einem Zuschuss in Höhe von 3,6 Millionen Euro geplant, sodass der Eigenanteil der Gemeinde rund 1,8 Millionen betragen wird. Auf die Gemeinde Adelmannsfelden entfallen 2,5 Millionen Euro, hier wird mit einem Zuschuss von rund 1,9 Millionen geplant. sodass die Gemeinde 600 000 Euro beisteuern muss.

Ende September 2011 das Wasserrechtsgesuch bei den zuständigen Fachbehörden zur Prüfung vorgelegt. Auch die separaten Zuschussanträge der beiden Gemeinden eingereicht. Mit der Bewilligung wird Mitte April gerechnet, so dass die Planung bis Ende des Jahres ausgearbeitet und ausgeschrieben werden kann. Noch in diesem Jahr könnte dann mit der Erweiterung der Kläranlage Abtsgmünd begonnen werden. Dann sollen die Druckleitungstrassen gebaut werden. 2015 sollen die Kläranlagen Fischhaus, Pommertsweiler und Adelmannsfelden stillgelegt werden.


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Autor: SWP | 02.02.2012

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