Zum Glück Wasser im Pool

Diese Überraschung ist Kommandant Joachim Hauenstein gelungen. Die für Samstag angesetzte Hauptübung der Gschwender Feuerwehr wurde um einen Tag vorgezogen und zur Alarmübung erklärt.

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  • In höchster Eile rückte der Löschzug zwei Fichtenstämmen mit der Motorsäge zu Leibe. 1/2
    In höchster Eile rückte der Löschzug zwei Fichtenstämmen mit der Motorsäge zu Leibe. Foto: 
  • Die Kameraden bereiten den Löschangriff auf den brennenden Dachstuhl vor. 2/2
    Die Kameraden bereiten den Löschangriff auf den brennenden Dachstuhl vor. Foto: 
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Ein großes, freistehendes Anwesen im Außenbereich Oppenland, dessen Dachstuhl nach Unwetter und Blitzeinschlag in Brand geraten war, stellte die Übungssituation dar. Außerdem wurden Personen vermisst. Tatsächlich war vor der Alarmierung ein kurzes, aber heftiges Unwetter über Gschwend hinweggezogen.

Die künstlich erzeugten Rauchschwaden aus dem Gebäude waren von der Welzheimer Straße gut zu erkennen. Ein Feuerwehrkamerad hatte dies beobachtet und wollte nach dem Rechten sehen. Dabei ist er in die "Alarmfalle" getappt. Kommandant Joachim Hauenstein setzte den aufmerksamen Kameraden bis zur Alarmauslösung fest.

Auch die Leitstelle Ostalb war zunächst irritiert, als der Besitzer des Gebäudes, Udo Söhnle, beinahe in theatralischer Weise die Alarmierung absetzte. Die Unsicherheit bei der Leitstelle wurde durch Nachfrage: "Ist das eine Übung?", dann doch beseitigt.

Kaum sieben Minuten nach der Alarmierung der Abteilungen Gschwend, Altersberg und Frickenhofen über die Funkmeldeempfänger traf der Mannschaftstransportwagen mit Zugführer Reiner Wahl an der Einsatzstelle ein. Für den Kommandanten war damit die Eintreffzeit innerhalb von zehn Minuten optimal erfüllt.

Bis zum Eintreffen des Löschgruppenfahrzeugs LF20/16 vier Minuten später mit neun Mann hatte der Zugführer die Situation erkundet und an die Gruppenführer weitergegeben. Zwei Fichtenstämme verhinderten ein näheres Heranrücken des Löschgruppenfahrzeugs an das Einsatzobjekt. Sie wurden gleichzeitig zum Aufbau des Löschangriffs mit einer Motorsäge beseitigt. Ein weiteres Handicap brachte den Einsatz mit der Motorsäge ins Stocken: Die Beinlinge der Schnittschutzhosen konnten an die neuen, dicken Einsatzhosen nicht angelegt werden.

Panische Person problemlos in Sicherheit gebracht

Währenddessen war bereits ein erster Atemschutztrupp zum Innenangriff und zur Rettung einer bewusstlosen und einer unverletzten, in panische Angst versetzten Person in den verrauchten Dachstuhl vorgedrungen. Über eine Schiebeleiter an der Gebäuderückseite beruhigte die Abteilung Frickenhofen die Eingeschlossenen. Deren Rettung verlief problemlos. Sie wurden anschließend vom Rettungsdienst versorgt. Das ganze Szenario des fiktiven Brandes im Gebäude wurde durch vorbereitete Handzettel gesteuert.

Die Löschwasserversorgung im Außenbereich stellt die Gschwender Wehr vor besondere Herausforderungen. Für die Übung im Oppenland musste für das Löschfahrzeug eine Zuleitung von einem Hydranten aus sumpfigem Wiesengelände und von der Abteilung Altersberg mit Schlauchanhänger von einem 500 Meter entferntem Hydranten gelegt werden. Problematisch erwies sich dabei die Zuleitung des Zweckverbands. Verschiedene Rohrbrüche in der Vergangenheit hatten Steinsegmente in die Leitung gespült und machten der Feuerwehr beim Einsatz zu schaffen. Zu der für einen Beobachter chaotischen Situation platzte auch noch ein Schlauch direkt an der Kupplung zum Löschfahrzeug. Mit Routine beherrschten die Einsatzkräfte auch diese unvorhergesehene Lage. Außerdem konnten sie ein mit Wasser gefülltes Schwimmbecken für die Löschwasserversorgung nutzen.

Nach eineinhalb Stunden war der Übungseinsatz beendet. Der Kommandant bewertete ihn als vollen Erfolg. "Einige Details werden noch im Kreise der Führungskräfte zu bereden sein", so Joachim Hauenstein. Bei einem zünftigen Vesper, vorbereitet von den Frauen des Kommandanten und Abteilungskommandanten, fand die Alarmübung in gemütlicher Atmosphäre im Gschwender Feuerwehrmagazin ihren Abschluss.

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