Wo Kunst Gemeinschaft schafft

Zur feierlichen Übergabe der vierten Skulptur an die Gemeinde Fichtenberg herrschte kein einladendes Wetter. Gut aufgelegte Gartenfreunde und Besucher verliehen dem Ereignis einen würdigen Rahmen.

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Unter dem Kunstwerk (von links): Schulleiter Richard Hänle, Thomas Weiler, Chef der Gartenfreunde, Thomas Frey von der VR-Bank, Bürgermeister Roland Miola.  Foto: 

Aus regensicherer Warte des Buswartehäuschens betrachteten sie die stilisierte Fichtenskulptur im Karree zwischen Bahnhofstraße, der Straße zum Waldeck und der Zufahrt zum neuen Baugebiet Waldeck. Bei dem Übergabeakt erinnerte Dr. Thomas Weiler, Vorsitzender der Gartenfreunde Fichtenberg, an die Entstehungsgeschichte der Monumente an den Ortseingängen. Schüler der Grund-, Haupt- und Werkrealschule hatten sich mit den Gartenfreunden über die künstlerische Ausformung und Gestaltung der Kunstwerke auseinandergesetzt, die entlang der Umgehungsstraße eingerichtet werden sollten.

Grundlage für die Form sollte das Wappen der Gemeinde sein. Das erste Kunstwerk an der Kreuzung der Ortsumfahrung mit der Tälestraße wich künstlerisch von dieser Grundidee ab. Eine Schranke mit Gleisen und sechs Steinkörbe erinnern dort an den Grund für den Bau der Straße. Die Skulptur an der Zufahrt zur Recyclingfirma folgte eher dem Stil des Gemeindewappens. Die dritte Skulptur am Ortseingang von Mittelrot her liegt noch kein Jahr zurück. Auch das vierte Kunstwerk wird von der Fichte aus dem Fichtenberger Ortswappen dominiert. Etwas unproportioniert präsentiert sich das neue Kunstwerk, umgeben von sechs Bäumen, die die Berge symbolisieren, von denen der Ort umgeben ist. Diese Unvollkommenheit sei ästhetisch so gewollt und mache es damit zur Kunst, über die kontrovers diskutiert werden könne, betonte Thomas Weiler. Er danke besonders der Bürgerstiftung Fichtenberg, der Landkreisstiftung und der Stiftung der Volksbank Schwäbisch Hall-Crailsheim für die finanzielle Unterstützung des Gestaltungsprojekts. Bürgermeister Roland Miola dankte er für den Beistand im Genehmigungsverfahren und den beteiligten Firmen Haas, Grabmale Wolf, Walter und Kühnle für ihren tatkräftigen Einsatz bei der Installation des Monuments.

In persönlichen Worten erinnerte Dr. Thomas Weiler an den kürzlich verstorbenen Gartenfreund Martin Cheno als den "Vater der Gestaltungsideen". Bürgermeister Roland Miola unterstrich den finanziellen Einsatz der Gartenfreunde, den sie für die Kunstwerke geleistet hätten.

Gegenüber Schulleiter Richard Hänle hob er die Bereitschaft der Schule lobend hervor, sich an dem Projekt zu beteiligen. Jeder habe einen Teil zum Gelingen der Kunstwerke beigetragen, und fühle sich mit den Installationen verbunden. Gerne habe die Stiftung der VR-Bank Schwäbisch Hall-Crailsheim auch die vierte Skulptur unterstützt, bestätigte Thomas Frey. Aus Stiftungsmitteln seien über 20000 Euro in den letzten vier Jahren nach Fichtenberg geflossen. Ein Bufett mit Butterbrezeln, Schmalzbroten und Backwerk in Fichtenform trug neben alkoholfreiem Sekt zur guten Stimmung unter den Gästen im Buswartehäuschen und unter grauem Himmel bei.

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