Windräder entlang der Kohlenstraße – Gaildorfer stimmen zu

Aus Sicht der Verwaltung bestehen keine stichhaltigen Einwendungen gegen den geplanten Bau der Windräder an der Kohlenstraße.

|
Die Windkrafträder entlang der Kohlenstraße von der Roten Steige aus fotografiert. Die Stadtwerke Schwäbisch Hall werden weitere errichten.  Foto: 

Die Firma „Uhl Windkraft Projektierung“ aus Ellwangen projektiert neun Windenergieanlagen auf den Gemarkungen Obersontheim und Bühlerzell im Bereich der Kohlenstraße. Der Abstand zur Kirche in Winzenweiler als nächstgelegene Anlage beträgt rund zwei Kilometer, und daher bestehen aus Sicht der Verwaltung keine stichhaltigen Einwendungen gegen den geplanten Bau der Windräder.

Gaildorf werde nur durch ein Teilstück der Landesstraße L 1066 von einem Kilometer Länge berührt. Daher erhob der technische Ausschuss des Gemeinderats in seiner Sitzung am Mittwochabend keine grundsätzlichen Einwendungen gegen die Genehmigung der vorgesehenen Anlagen.

Bei Eisbildung an Anlage schaltet sie sich automatisch ab

Allerdings muss der Antragsteller nach Abschluss der Baumaßnahme eine Wiederherstellung der Fahrbahnflächen in der Qualität wie vor dem Baubeginn garantieren. Die Beschränkungen auf der L 1066 während der Bauzeit müssten auf ein Minimum reduziert werden, und durch bauliche oder technische Maßnahmen müssten bei Eisfall Straßensperrungen vermieden werden.  Laut Gemeinderat Matthias Rebel gibt es keinen Eiswurf bei Windrädern mehr. Dass Eisbrocken durch die Luft geschleudert werden, gehöre der Vergangenheit an. Es komme höchstens zum Eisfall. Bildet sich Eis auf den Rotoren, dann schalte sich die Anlage ab, das Eis schmilzt und fällt als Eisfall zu Boden. Erst dann würde die Anlage wieder in Betrieb gesetzt.

Uhl Windkraft plant, baut und betreibt seit 1991 Windkraftanlagen in Deutschland und gehört zu den Windkraftpionieren. Die Firma Uhl Windkraft hat bis jetzt mehr als  125 Windkraftanlagen geplant und gebaut. Ihre Kernziele liegen in der Erschließung neuer Standorte für Windkraftanlagen im Inland. Aus diesem Grund ist sie laufend auf der Suche nach neuen und geeigneten Flächen. Uhls Engagement bezieht sich seit der Firmengründung hauptsächlich auf den deutschen Markt und hier in den letzten Jahren insbesondere auf die Länder Baden-Württemberg und Bayern.

Abonnieren Sie das kostenlose Morning-Briefing aus der Chefredaktion
Damit starten Sie top informiert in den Tag. Außerdem im Newsletter: Die Wettervorhersage und die aktuelle Verkehrslage in der Region.
» zur Registrierung
Kommentieren

Kommentare

10.07.2016 18:06 Uhr

Die Forderung, Straßensperrungen(der Kohlenstraße usw.) zu vermeiden, ist auch nur die halbe...

Die Forderung, Straßensperrungen(der Kohlenstraße usw.) zu vermeiden, ist auch nur die halbe Wahrheit.

Auszug aus dem o.g. Bericht:
...durch bauliche oder technische Maßnahmen müssten bei Eisfall Straßensperrungen vermieden werden...

Ergänzend hierzu muss erwähnt werden, dass laut Bauantrag vorgesehen ist, Warnschilder in der Art "Eiswurf, Betreten/Befahren auf eigene Gefahr" in einer Entfernung von 350m von den Windenergieanlagen(WEA´n) entfernt an den Straßen aufzustellen. Wer also die Strecke Sulzbach-Winzenweiler/Engelhofen oder Kohlwald-Winzenweiler/Engelhofen usw. befährt, wird irgendwann auf freier Strecke auf dieses Schild stoßen.
Bleibt nur die Frage: Wenden? Wenn ja, vor allem wie und wo auf den teilweise engen Straßen? Ignorieren und weiterfahren? Wohlgemerkt, "Auf eigene Verantwortung", auf einer öffentlichen Straße.

Die Sach-, Unfall- und Lebensversicherungen etc. wird das freuen, denn sie können bei Schadensfällen die Leistungen kürzen oder sogar verweigern.

Auszug aus dem o.g. Bericht:
...Es komme höchstens zum Eisfall. Bildet sich Eis auf den Rotoren, dann schalte sich die Anlage ab, das Eis schmilzt und fällt als Eisfall zu Boden...

Bei der Nähe der WEA-Standorte 1,2,3,6,7 und 8 an den Straßen und einer Flügellänge von 68m wird dadurch auch teilweise die Straße durch die Flügel überstrichen. Ganz besonders interessant wird dies am Standort WEA2, der Kreuzung Brünststraße/Engelhoferweg/Kohlenstraße.
Selbst wenn die Straße nicht durch einen Flügel überstrichen wird, bleibt die Tatsache, dass ein Eisbrocken immer - und das bei jeder Windlage - kerzengerade herunterfallen muss um nicht auf die Straße zu treffen. Hoffentlich weiß dieser Eisbrocken dann das auch.

Ist deshalb Eisabfall(bei abgeschalteter Anlage) weniger gefährlich wie Eiswurf?

Die Abwälzung der Haftung auf die Verkehrsteilnehmer (Und ich meine hier nicht nur Autofahrer) kommt einer Nichtbenutzbarkeit und somit einer Straßensperrung von Kohlenstraße/Brünststraße/Engelhoferweg in den Wintermonaten gleich.
Oder lässt man hier die Verkehrsteilnehmer einfach ins Messer laufen. Schilder sind ja aufgestellt, selber Schuld wer bei Eisabfall fährt.
Wer weiß allerdings schon wann das der Fall ist?

Warum keine intelligente Lösung?
Zum Beispiel Aufstellung einer mit den WEA´n vernetzten Hinweisanlage am Beginn der jeweiligen Straßen.
Technisch machbar, hierzu sind jedoch der Wille und die Tatkraft einiger Beteiligten notwendig.

Antworten Kommentar melden

09.07.2016 11:27 Uhr

Verschandelung und Missbrauch der LIMBURGER WALDBERGE

Selbstverständlich gehört den Investoren und Grundstückseigentümer ein großer Teil des Dankes für die Industrialisierung der Waldgebiete entlang der Kohlenstraße. Bei dem s.g. NATURSTROMSPEICHER - BÖGL kommt dann eine Wohltätigkeitsstiftung und massive Wählertäuschung (es ist kein Naturstromspeicher, es ist kein legales Bau-Rechtsverfahren, es ist keine Innovation) noch dazu. Auch ein legaler oder nachvollziehbarer Förderzweck ist zu bezweifeln.

Nur darf man in Baden-Württemberg nicht vergessen, das diese Industrieanlagen in Waldgebieten erst mit einem Herr Kretschmann, Herr NABU-Baumann und Herr Untersteller möglich wurden (zum großen Teil sogar ohne tragfähige Voruntersuchungen). Die Abläufe und die Rechtsverfahren sind oft lückenhaft und hinterhältig angelegt. Eine reale Bürgerbeteiligung zu dem Thema wird in BW von der Landesregierung konsequent ausgehebelt. Bei der Dankbarkeit darf man die Gemeindegremien nicht vergessen, die lieber alles freigeben, ohne zu irgend etwas eine Voruntersuchung oder eine Bürgerinformation zu liefern. Bis heute gibt es zu NATURSTROMSPEICHER

zum einen keine einsehbare Betriebsbeschreibung, schlüssige Projektbeschreibung oder verständliche Voruntersuchungen bzgl. "Naturstromspeicher",

und zum anderen aber nichts, - zu dem Stadtverwaltung Gaildorf und Graf von Pückler und Limpurg’sche Wohltätigkeitsstiftung in Gaildorf (mit ziemlich viel Befangenheit und Konspiration im Ablauf!) nicht zustimmen.

Diesen Dank darf man als Bevölkerung, Bürger und Wähler auch nie vergessen. Belügen und betrügen kann uns jeder Lump, doch zu Naturstromspeicher täuschen und so richtig enttäuschen konnten (und können) uns (soweit es um Kohlenstraße und Gaildorf geht) nur "Stadtverwaltung Gaildorf" und "Graf von Pückler und Limpurg’sche Wohltätigkeitsstiftung" in Gaildorf. Gut vielleicht noch das Landratsamt Schwäbisch-Hall (das zu Windkraft und Kohlenstraße manche Geschichte geliefert hat, die man nicht vergessen darf).

Darum - den Investoren zu danken, greift viel zu kurz. Auch weil wir alle über unsere Wahlergebnisse, über unsere Stromrechnung und das EEG ebenfalls dem Kreis der Investoren angehören. Hätten wir Amtsinhaber gewählt, die Naturschutzgesetze einhalten, oder würden wir uns fragen -warum wir denn bereit sind doppelt so viel für unseren Strom zu bezahlen, wie der Durchschnitt in Europa bezahlt, könnten wir uns nur bei den Investoren bedanken.

Nein, wir in BW sind es schon selber, und wir sind es alle: wir sind bereit zu viel für Strom zu bezahlen, wir haben keine Landesregierung die für GRÜNE WERTE verständlich einsteht, und es fragt bis heute niemand: "Was ist ein NATURSTROMSPEICHER, was macht ein NATURSTROMSPEICHER?"

Sich bzgl. Verschandelung und Missbrauch bei Fa Uhl und Fa BÖGL zu bedanken, das ist viel zu wenig Dankbarkeit.

http://GRAUSTROMSPEICHER.kochertal.net/

Antworten Kommentar melden

08.07.2016 10:48 Uhr

Traurig aber wahr.

Für die Firma Uhl ist es halt nur ein Geschäftsmodell. Bald wird es auch, wenn man von der Kohlenstraße aus in Richtung der Roten Steige blickt, genauso aussehen. Raten Sie mal, wer da u.a. wieder mitmischt?

Also nochmals herzlichen Dank an die Stadtwerke und die Firma Uhl, für die aus meiner Sicht schreckliche Verschandelung unserer Heimat.

Antworten Kommentar melden

Schreiben Sie Ihren eigenen Kommentar

noch 3000 Zeichen
Mit Ihrem Kommentar akzeptieren Sie unsere Netiquette

Für registrierte Nutzer

Melden Sie sich an und schicken Sie Ihren Kommentar ab:

Für noch nicht registrierte Nutzer

Registrieren Sie sich kostenlos, um Ihren Kommentar abzuschicken:

Ich bin damit einverstanden, dass die Neue Pressegesellschaft mbH & Co. KG und ihre Tochterunternehmen mich schriftlich (per E-Mail oder Brief) oder telefonisch über ihre Medienangebote und kostenlose Veranstaltungen informieren dürfen. Meine Daten dürfen zu diesem Zweck gemäß den Bestimmungen des BDSG gespeichert, verarbeitet und genutzt werden. Die Einwilligung kann ich jederzeit widerrufen.
Ich bin mit den Datenschutzbestimmungen einverstanden. *

Bitte beantworten Sie noch die folgende Sicherheitsfrage:

neu laden
Content Management by InterRed GmbH Logo
weiter zur Startseite

Riesenkräne bauen Windräder auf

Der Mainhardter Gemeinderat nimmt das Geschehen auf der Roten Steige in Augenschein. Am Mittwoch sollen an einer Anlage die Rotoren montiert werden. weiter lesen