Wertschätzung von allen Seiten

Matthias Walch wird neuer Pfarrer in Schwäbisch Gmünd. Die kirchliche und die bürgerliche Gemeinde von Sulzbach-Laufen lassen ihn nur ungern ziehen.

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Pfarrer Matthias Walch und seine Frau Ingrid verlassen Sulzbach-Laufen zum Bedauern auch der kirchlichen Wegbegleiter (von links) Schuldekan Kurt Wolfgang Schatz, Pfarrer Dr. Jörg Armbruster, Dekan Uwe Altenmüller und Andrea Bleher, Mitglied der Landessynode.  Foto: 

Bei seinem Amtsantritt vor zwölf Jahren habe man ihm gesagt, er dürfe alles predigen, nur nicht über 20 Minuten. Daran hielt sich Pfarrer Matthias Walch auch bei seinem Abschiedsgottesdienst in der Michaelskirche in Sulzbach. Dass der sich dennoch über gut eineinhalb Stunden hinweg zog, war der Beliebtheit des scheidenden Pfarrers geschuldet. Alle, die mit ihm zu tun hatten, wollten ihre Zuneigung sowie Wertschätzung und Dankbarkeit für die gemeinsame Zeit zum Ausdruck bringen. In seiner Abschiedspredigt spann Matthias Walch Gedanken um den Begriff „Loslassen“ in Anlehnung an die Bergpredigt Kapitel 6. Er und seine Frau Ingrid verlassen die Kochertalgemeinde im Vertrauen auf die Fürsorge Gottes. Künftige Wirkungsstätte von Pfarrer Walch ist die Kirchengemeinde Herlikofen/Hussenhofen bei Schwäbisch Gmünd.

Er wisse um den Einschnitt, einen Ort, der zur Heimat geworden sei, verlassen zu müssen, sagte Dekan Uwe Altenmüller. Aber bei evangelischen Pfarrern sei es eben eine Heimat auf Zeit. Er stellte Walchs Leistung als Beauftragter für die Konfirmandenarbeit und die Kirchenmusik im Kirchenbezirk sowie beim Zusammenwachsen der Kirchengemeinden Sulzbach und Laufen heraus. Schuldekan Kurt Wolfgang Schatz, der ebenfalls im Jahr 2005 seinen Dienst angetreten hatte, warf einen persönlichen Blick auf den gemeinsamen Weg. Bürgermeister Markus Bock sprach für alle Institutionen und Vereine seiner Gemeinde. Er verwies auf die harmonische Zusammenarbeit, das Engagement Walchs im Hinblick auf das Umweltmanagement „Grüner Gockel“ und die historische Orgel, das begnadete Spiel am Klavier, den Einsatz im Kriseninterventionsteam von Feuerwehr und DRK, das Wirken an der Schule und die Teilnahme am Vereinsleben.

Pfarrer Dr. Jörg Armbruster bedankte sich für das konstruktive und angenehme Miteinander. Man habe sich gegenseitig immer unterstützt und gut ergänzt. Margrit Honeker und Sabine Stier  überreichten im Namen des Kirchengemeinderats einen Regenschirm mit angehängten Gutscheinen. Sie sollen Walchs an Sulzbach-Laufen erinnern. „Schalom, der Herr segne uns“ blies der Posaunenchor von der Kanzel, „Möge der Herr Engel schicken, die dich auf deinem Weg begleiten“ sang der Kirchenchor in englischer Sprache, und der Chor der Kinderkirche grüßte „Schalom, auf Wiedersehen“. Er wisse gar nicht, wo er anfangen solle, sich zu bedanken, meinte Pfarrer Walch gerührt. Anschließend lud er zum Imbiss vor der Kirche ein.

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