Weihnachtsausstellung wird zum Besuchermagnet

In Horlachen freut man sich über die gelungene Premiere der Garbenwagen-Doku.

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Der gelungene Dokumentarfilm von Wolfgang Pfister (links) war für Eberhard Zimmer ein gelungener Abschluss des Jubiläumsjahrs im Heimatmuseum in Horlachen.  Foto: 

Für die Freunde des Heimatmuseums von Gschwend-Horlachen hatte die letzte Veranstaltung zum Jahresende gleich zwei Besonderheiten zu bieten. Seit geraumer Zeit haben die Besucher im Advent immer wieder ihre Freude an den aufgebauten Puppenstuben. Jede stellt eine besondere Rarität dar. Fein ziselierte Spielzeugminiaturen laden zum genauen Hinsehen ein. Erinnerungen an die eigene Kindheit werden wach. Die „gute, alte Zeit“ war sicher nicht immer nobel. So manche Eltern hatten zu wenig Geld, um die erträumte Spielzeugeisenbahn ihrer Sprösslinge im Kinderzimmer ruhelos ihre Runden drehen zu lassen.

Im 30. Jubiläumsjahr des Museums wurde auch noch einmal an das 200. Jubiläum der Einholung des Garbenwagens gedacht. „Die Notzeiten im 19. Jahrhundert“ bildete im laufenden Jahr die gemeinsame Überschrift zu den einzelnen Veranstaltungen. Eberhard Zimmer war bereits im Frühjahr auf Hobby-Filmer Wolfgang Pfister zugegangen und hatte angeregt, eine aktuelle Video-Dokumentation zum Garbenwagen zu erstellen. Immanuel Dees hatte letztmals 1970 einen Film im Super-8-Format gedreht. Es war an der Zeit, eine Aktualisierung vorzunehmen und der Öffentlichkeit im Jubiläumsjahr zu präsentieren. Mehr als 60 Zuschauer versammelten sich im Oberstufenraum des Museums zur Premiere. Wolfgang Pfister hatte es sich bei der Erstellung der gelungenen Dokumentation nicht leicht gemacht. Zwei Drittel der gefertigten Aufnahmen fielen dem Ziel zum Opfer, unter 30 Minuten Vorführungsdauer zu bleiben und dabei gute Qualität abzuliefern. Die chronologische Abfolge von der aufkeimenden Wintergerste bis zum Beladen des Garbenwagens und den Festlichkeiten am 5. August überzeugte durch den sparsamen Einsatz von Effekten, ruhige Bildführung und gut gesetzte Schnitte. Etliche farbkräftige Großaufnahmen bereicherten das szenische Geschehen maßgeblich. „Ich wollte die Bilder sprechen lassen“, kommentierte Wolfgang Pfister seine Zielsetzung. Zentrale Teile der Festansprachen sind außerdem als Bild- und Tondokumente eingefügt.

Film kann erworben werden

Zimmer bedankte sich bei dem versierten Kameramann mit einem historischen Buchpräsent und wies darauf hin, dass der Film für Interessierte auch zu einem überschaubaren Preis vervielfältigt werden könne.

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