Vom Apfel zum schwäbischen Nationalgetränk

Im Rahmen seines 20-jährigen Bestehens machte der Landschaftserhaltungsverband Schwäbisch Hall mit einer Aktion auch Station in Ottendorf. Beim Mostereiverein fand ein Tag der offenen Tür statt.

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Thomas Meyer bereitet die Presse für den Pressvorgang vor.  Foto: 

Der Landschaftserhaltungsverband Schwäbisch Hall (LEV) engagiert sich seit 1995 für den Erhalt der landwirtschaftlichen Vielfalt. Diese ist von Wäldern, Wiesen, Weiden, Hecken, Feldhölzern, Rainen, Steinriegeln und Trockenmauern geprägt und das Ergebnis einer intensiven Landbewirtschaftung. Und dabei ein wichtiger Beitrag zum Erhalt der Umwelt. Anlässlich seines Jubiläums wollte der Landschaftserhaltungsverband Schwäbisch Hall seine Arbeit mit zahlreichen Veranstaltungen präsentieren, darunter auch bei der Mosterei in Ottendorf. Der Verein betreibt ja bekanntlich im alten Farrenstall eine eigene Mostpresse.

Für die ehrenamtlichen Helfer des Vereins war dieser Tag der offenen Tür eigentlich ein ganz normaler Obstpresstag zum Ende der Saison. Nur dass dieses Mal zahlreiche Schaulustige vor allem Thomas Meyer an der Presse über die Schulter schauten und direkt von der Quelle weg sich einen Becher frisch gepressten Apfelsaft munden lassen durften. Und man konnte den Weg eines Apfels von der Anlieferung bis zum fertigen Saft mitverfolgen.

Wichtiger Beitrag für die Umwelt

Daneben konnte man vom Vorsitzenden des Mostereivereins, Achim Niebel, und seinem Vize Frieder Sanwald manch interessantes Detail über die Arbeit des Vereins erfahren. So kurz vor Ende der Saison konnte zudem schon eine erste, vorsichtige Bilanz gezogen werden. Im Vergleich zu den Vorjahren wurde eine geringere Menge an Obst geliefert, einfach, weil es nicht so viel Obst wie im Rekordjahr 2014 gab. Dafür stimmt die Qualität, der Mostjahrgang zählt zu den besseren der vergangenen Jahre, hat einen hohen Öchslegehalt. Wobei der Geschmack des fertigen Obstes letztendlich vom Lieferanten der Früchte und späteren Mostbesitzer abhängt: Im Farrenstall wird nur gepresst, für die endgültige Fertigstellung des Produkts hat so jeder sein eigenes Rezept.

Und beim Tag der offenen Tür fiel noch eines auf: Es waren wenige auswärtige Besucher da. Eigentlich schade. Hatte Achim Niebel bei der Jahreshauptversammlung noch die Sorge, dass die Obstmenge nicht mehr ausreicht, um alle Interessierten zu verköstigen, so hatte man am Samstag noch genügend Reserven.

Dafür waren die Ottendorfer vor Ort, um aus dem Tag der offenen Tür das zu machen, was ein Obsttag eigentlich immer ist: ein netter Treffpunkt zum "Schwätze". Nur, dass die Ottendorfer Landfrauen mit Köstlichkeiten wie Salzkuchen die Unterhaltung noch angenehmer gestalteten. Und die Gäste natürlich einen Blick auf die Infotafeln des LEV werfen konnten.

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