Vierte Chinareise des SvLG – Freunde im Reich der Mitte

15 Austauschschüler vom Schenk-von-Limpurg-Gymnasium haben für 15 Tage China besucht. Sie lernten den Schulalltag in Xi´an kennen.

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  • Der scheidende Schulleiter Jürgen Riehle hat das China-Projekt an seiner Schule immer gefördert und unterstützt; links im Bild Bürgermeister Frank Zimmermann 1/4
    Der scheidende Schulleiter Jürgen Riehle hat das China-Projekt an seiner Schule immer gefördert und unterstützt; links im Bild Bürgermeister Frank Zimmermann Foto: 
  • Bürgermeister Frank Zimmermann als Vorsitzender der Bürgerstiftung, Wolfgang Frey,  Theresa Schuch, Günter Engel, Cheforganisator, und die Chinesischlehrerin Zhang Ye Wacker (von links). 2/4
    Bürgermeister Frank Zimmermann als Vorsitzender der Bürgerstiftung, Wolfgang Frey,  Theresa Schuch, Günter Engel, Cheforganisator, und die Chinesischlehrerin Zhang Ye Wacker (von links). Foto: 
  • Selbst gefertigte Jiaozi konnten an diesem Abend verkostet werden. Es sind die Maultaschen der Chinesen. 3/4
    Selbst gefertigte Jiaozi konnten an diesem Abend verkostet werden. Es sind die Maultaschen der Chinesen. Foto: 
  • Günter Engel übergibt dem Bürgermeister die Geschenke der Schule in Xi´an und den Reisebericht. 4/4
    Günter Engel übergibt dem Bürgermeister die Geschenke der Schule in Xi´an und den Reisebericht. Foto: 
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„Für die Zukunft habe ich mir vorgenommen, toleranter zu werden, bessere Sprachkenntnisse zu besitzen, neue Kochrezepte auszuprobieren und die Freundschaft mit lieb gewonnen Gastgebern aus dem Reich der Mitte zu pflegen.“ Diese und viele andere wichtige Erkenntnisse haben 15 junge Schüler des Schenk-von-Limpurg-Gymnasiums  von ihrer China-Reise mitgenommen.

Der Vorsitzende des Stiftungsrates der Bürgerstiftung Gaildorf, Bürgermeister Zimmermann, begrüßte zahlreiche Besucher zur Präsentationsveranstaltung der vierten Chinareise. 15 Schülerinnen und Schüler mit drei Begleitpersonen erkundeten 15 Tage lang die Kultur in China, das Land, das Leben der Bevölkerung in Stadt und Land und den Schulalltag einer Realschul-ähnlichen Schule in Xi´an. Mit einem kleinen Präsent dankte Zimmermann symbolisch den Organisatoren und Begleitpersonen. Zhang Ye Wacker bereitete in der Chinesisch-AG die Schüler sehr intensiv vor, Günter Engel war die Durchführung eine Herzensangelegenheit, seine Kollegin Theresa  Schuch unterstützte ihn tatkräftig, und Wolfgang Frey war mit seinen Chinesisch-Kenntnissen eine wichtige Unterstützung. Für die Bürgerstiftung sind die Schüler eine Zielgruppe, die durch diese Art Fortbildung eine sehr gute Ausbildung erhalten und für ihre Heimat positive Botschafter sein werden. Die finanzielle Unterstützung erfolgt aus den Erträgen, die das Stiftungskapital ausschüttet. Man kann sich vorstellen, dass diese Reise damit nicht vollständig abgedeckt werden kann.

Günter Engel als Organisator schloss sich dem Dank des Bürgermeisters an und überreichte der Bürgerstiftung ein Exemplar des   Reiseberichts, die Präsentationsmappe und einen Wimpel der Schule in Xi´an. Anschließend führten die Schülerinnen und Schüler sehr kurzweilig durch das Programm und stellten in einer Powerpoint-Präsentation die Highlights der Reise vor:  Peking, die verbotene Stadt, das Stadion „Vogelnest“, die Chinesische Mauer und den Sommerpalast.

Das Lernen steht im Mittelpunkt des Schüleralltags

Unbedingt erlebt haben sollte man die 12-stündige Nachtfahrt in den sehr engen Schlafkabinen der Eisenbahn nach Xi´an, sagten sie. Es gab mehrere Schwerpunkt, so eine Fahrradfahrt auf der 14 Kilometer langen Stadtmauer, der Besuch einer Tochterfirma von Siemens und die Besichtigung der weltberühmten Terrakotta-Armee.

Den absoluten Höhepunkt bildete aber der Besuch der Schule in Xi´an. Eine Schule mit 6000 Schülern, von denen 3000 im Internat leben, war für die Europäer überwältigend. „Wir wurden tolerant, sehr gastfreundlich, ja herzlich empfangen und erlebten viele schöne, gemeinsame Stunden – so der  Tenor. Fußballfreundschaftsspiele,  Chear-leading, Besuch des Unterrichts, Tänze, Musik,  Spiele und Vorführungen waren Brücken zwischen den jungen Menschen aus ganz verschiedenen Kulturen.

In der Schulküche wurden gemeinsam mit den chinesischen Lehrern und Schülern Jiaozi gemacht, eine Art chinesische Maultasche. Anschließend hat man diese mit verschiedenen Dips gegessen, und selbst der Schulpräsident besuchte alle bei dieser Aktion. Neben dem reichhaltigen Programm erfuhren die Schüler auch, dass ihre chinesischen Alterskameraden ein Programm zu den Themen Sport, Tanz, Musik und Kunst nutzen. So lernen sie schon im Grundschulalter, in der Kalligraphie viele chinesische Schriftzeichen zu schreiben. Im Reich der Mitte stehe die Schule und das Lernen eindeutig der Mittelpunkt des Schülerlebens.

Bei ihrer Reise nach Shanghai erlebten alle Gaildorfer Austauschschüler einen Kontrast. In der mit sieben Millionen Einwohnern eher kleinen Stadt Suzhou besuchten sie eine Seidenfabrik und fuhren mit dem Boot durch den Kaiserkanal – vergleichbar mit Venedig. Anschließend ging es weiter in die 23 Millionen-Stadt Shanghai. Sie genossen die Skyline mit über 600 Meter hohen Gebäuden, die sowohl bei Tag als auch bei Nacht beleuchtet sind.

Die Erläuterungen zum Reiseprogramm wurden durch kurzweilige Aufführungen unterbrochen. In zwei Sketchen in chinesischer Sprache  wurden Missverständnisse bei Sitten und Gebräuchen zwischen deutscher und chinesischer Mentalität widergespiegelt. Interessant war auch der Song „Bruder Jakob“ in chinesischem Slang.  In der Pause konnten  alle Gäste auch mit Stäbchen die Maultaschen Jiaozi probieren, die die Gruppe mit ihrer Lehrerin, Zhang Ye Wacker, vorbereitet hatte. Ein kurzweiliger Abend auf hohem Niveau ging zu Ende.  Gewonnene Freunde in dieser ganz anderen Welt wieder zu besuchen und im Studium oder späteren Job den chinesischen Part in den Vordergrund zu stellen, ist für viele eine wichtige Erkenntnis, ja Verpflichtung.

Die Präsentation hätte mehr Besucher verdient gehabt. Vielleicht interessieren sich beim nächsten Mal mehr Bürger für die Chancen, die die Bürgerstiftung der Jugend bietet.

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