Vier Schüler aus Tansania fliegen mit vielen positiven Eindrücken nach Hause

"Es war „too short“" lautete das Resümee der vier tansanischen Schüler, die eine Woche lang am Gaildorfer Gymnasium zu Gast waren und nur Lobendes von ihrem Aufenthalt zu berichten wussten.

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  • Maximilian Stahl und Dominic Rieger mit ihren Gästen Aron Sumari und Musa Lukumay. 1/2
    Maximilian Stahl und Dominic Rieger mit ihren Gästen Aron Sumari und Musa Lukumay. Foto: 
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    Juliane Weller und Nina Woelk mit Joyce Bangili und Eliakira Pallangyo. Foto: 
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Mit einem Gartenfest bei der Familie Stahl in Unterrot endete am Samstag der Schüleraustausch des Gaildorfer Gymnasiums mit der Secondary School in Kingori. Eine Woche lang weilte das Quartett aus Tansania mit ihrem Schulleiter Libori Kombe und der Lehrerin Mary Mlay in Gaildorf, besuchte den Unterricht und war vom Rahmenprogramm restlos begeistert. Die Gäste waren von der Gastfreundschaft ihrer Gastfamilien sehr angetan. Sie fühlten sich dort sehr wohl, auch weil die Kontakte zu ihren Paten intensiv waren. Es bestanden auch keine Sprachbarrieren. Erika Theil, Lehrerin am Gymnasium und zuständig für den Programmmix, ist schon seit gut einem Jahr mit ihrer Kollegin Mary Mlay in Kingori befreundet. Sie berichtete, dass die Schüler in Tansania für den Besuch in Deutschland nicht wegen ihrer sozialen Herkunft ausgesucht wurden, sondern Kriterien wie Sprachkenntnisse, Kontaktfähigkeit, Wissensdurst und dergleichen eine Rolle gespielt haben.

Jeder Tag sei voll ausgefüllt gewesen, und der Abschied war ziemlich traurig, wie Erika Theil berichtete. Die Gastfamilien waren ziemlich gespannt, wie das mit dem Essen klappen würde, denn Tansania ist weit weg und dort herrschen andere Ess-Gepflogenheiten. Anstatt Mais, Reis, Bohnen oder das Nationalgericht Ugalie gab es Spätzle, Leberkäs’, Maultaschen oder Kartoffelsalat, natürlich auch Pizza, Pommes oder viel Obst.

„Unserem Gast Aron hat alles geschmeckt, ich glaube, er hat alles sehr genossen“, freute sich Annette Stahl. Auch das Mensa-Essen lobten die Gäste. Die tansanischen Schüler Musa Lukumay, Aron Sumari, Joyce Bangili und Eliakira Pallangyo waren sich in ihrem Resümee einig:Die Ausflüge, vor allem in das Mercedes-Benz-Museum, zum Fernsehturm oder auch in die Folterkammer im Alten Schloss waren wunderbar. In der Schule in ihrer Heimat gehe es viel strenger zu, erzählten sie. Es werden keine langen Haare geduldet, jede Klasse hat eine eigene Schuluniform, der Unterricht dauert länger, die Tests seien nicht so lang, doch es herrschen mehr Regeln, die bei Nichtbeachtung Strafen nach sich ziehen. Ihre Schule sei im Vergleich mit dem Gymnasium spartanisch ausgestattet.

Kontaktfreudige und wissensdurstige Jugendliche

Die Paten Maximilian Stahl und Dominic Rieger staunten aber bei den Bundesjugendspielen über die Fitness ihrer Gäste. „Die können laufen und haben eine tolle Kondition, fast keine Schweißtropfen, während bei uns der Schweiß floss!“

Juliane Weller und Nina Woelk hatten viel Spaß mit ihren Gästen Joyce und Eliakira mit verschiedenen Spielen (Uno) am Abend und es kam nie Langeweile auf. Von der Lebensweise und auch von der grünen Landschaft hier waren die Afrikaner sehr angetan.

Zu Hause oder in ihrer Schule werden sie viel zu erzählen haben. Alle werden nach Abschluss ihrer Schule, der vergleichbar ist mit dem Realschluss-Abschluss in Deutschland, noch zwei Jahre bis zum Abitur brauchen und wollen dann studieren. An Gaildorf, an ihre Gasteltern und an das Gymnasium werden sie gerne zurückdenken und freuen sich auf den Gegenbesuch im Herbst dieses Jahres. Der Besuch in Gaildorf sei auch ein Ansporn für sie, ihre persönlichen Ziele noch intensiver zu verfolgen, so ihre Aussagen.

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