Viele neue Gesichter bei der Kommunalwahl: In Fichtenberg treten zwei Listen an

Die Suche war mühsam, aber hat sich gelohnt. Zwei Listen mit zusammen 22 Kandidatinnen und Kandidaten treten am 25. Mai bei der Kommunalwahl in Fichtenberg an. Zwölf Plätze sind zu vergeben.

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  • Die Kandidaten der Demokratischen Wählervereinigung DWV (von links): Horst Kleinknecht, Wolfgang Fritz, Mario Rieger, Jochen Leister, Bianca Koch, Stephan Widmann, Mike Tomzig, Uwe Michael Stulle, Maik Seitz, Ulrich Braxmeier, Gerd Munz (nicht im Bild: Jochen Kühnle). 1/2
    Die Kandidaten der Demokratischen Wählervereinigung DWV (von links): Horst Kleinknecht, Wolfgang Fritz, Mario Rieger, Jochen Leister, Bianca Koch, Stephan Widmann, Mike Tomzig, Uwe Michael Stulle, Maik Seitz, Ulrich Braxmeier, Gerd Munz (nicht im Bild: Jochen Kühnle). Foto: 
  • Sie wollen für die Unabhängige Wählervereinigung in den Gemeinderat. Vorne (von links): Sabine Wahl, Sven Herterich, Thomas Sperandio, Klaus Wohlfarth. Hinten: Waltraut Wiegand, Jörg Weckler, Mathias Munz, Matthias Kühfuß, Michael Busse und Heinrich Breuckmann. 2/2
    Sie wollen für die Unabhängige Wählervereinigung in den Gemeinderat. Vorne (von links): Sabine Wahl, Sven Herterich, Thomas Sperandio, Klaus Wohlfarth. Hinten: Waltraut Wiegand, Jörg Weckler, Mathias Munz, Matthias Kühfuß, Michael Busse und Heinrich Breuckmann. Foto: 
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Man kennt sich, man ist in den gleichen Vereinen aktiv und gewöhnlich duzt man sich auch. Verwechseln aber kann man die beiden Listen nicht, die traditionell die Plätze im Fichtenberger Gemeinderat einnehmen. Die Demokratische Wählervereinigung DWV ist die ältere, sie wurde einst von dem jüngst verstorbenen Walter Häfele gegründet. Die Unabhängige Wählervereinigung UWV wurde als Reaktion von dem ebenfalls bereits verstorbenen Kronenwirt Ernst Fritz zusammen gestellt. Die Leute sollen eine Wahl haben, sagte Fritz einmal zur Begründung.

Die jetzige DWV ist eine Gründung der einstigen Kontrahenten: Fritz war von den Unabhängigen nicht mehr nominiert worden, nachdem er zum vereinbarten Stichtag nicht zugesagt hatte - dass er nach Kandidaten für eine eigene Liste suchte, war ein offenes Geheimnis. Unterstützung fand Fritz, der selbst nicht mehr kandidierte, bei Walter Häfele, dem einzig verbliebenen Kandidaten der DWV. Zusammen bildeten sie eine neue DWV.

Die Unterschiede zwischen den beiden Listen treten im Alltagsgeschäft kaum zutage. Wenn man aber nachfragt, kann man schon die ein oder andere Spitze über die jeweils "Anderen" ernten. Etwa das Wort "Kronenliste" über die DWV, der damit der Ruch der Interessenvertretung angehängt wird - Konflikte zwischen Krone und Rathaus sind ja durchaus an der Tagesordnung. Die UWV wiederum gilt der DWV als bürgermeisterfreundlich, also gleichfalls als Interessenspartei, und etwas sehr fixiert auf den Fraktionszwang. Ehrensache, dass beide Listen von sich behaupten, ohne Ansehen von Person und Funktion vor allem die Interessen der Bürger zu vertreten.

Es wird etliche neue Gesichter geben, wenn sich der nächste Fichtenberger Gemeinderat konstituiert. Vor allem die Unabhängigen müssen einen Aderlass hinnehmen. Dr. Wolfgang Schütt, Timo Tschampa, Dr. Thomas Weiler und Jörg Weissinger verzichten auf die erneute Kandidatur. Dafür treten Sabine Wahl, vormals Wieszt, und Klaus Wohlfarth wieder an, die eine Wahlperiode ausgesetzt hatten. Insgesamt geht die Liste mit zehn Kandidatinnen und Kandidaten ins Rennen. Die Suche sei schwierig gewesen, meint Listensprecher Jörg Weckler. Er bedaure das, könne aber auch verstehen, dass viele Menschen sich wegen der zusätzlichen Belastung nicht engagieren wollen.

Suche nach Kandidaten verläuft zäh, aber erfolgreich

Bei der DWV herrscht eher Konstanz. Ramona Schuh wird nicht mehr kandidieren; die Gemeinderäte Wolfgang Fritz, Horst Kleinknecht, Gerd Munz und Stephan Widmann stellen sich erneut zur Wahl. Auch hier sei die Suche zäh verlaufen, sagt Listensprecher Horst Kleinknecht. Dann aber habe man sich reingekniet und noch acht Fichtenberger gefunden, die zur Kandidatur bereits sind.

Mit zehn zu zwölf, insgesamt also 22 Kandidaten werden sich die beiden Listen nun um die Gunst der Wählerinnen und Wähler bewerben. Das Ergebnis kann mit Spannung erwartet werden. Es gibt nämlich nur zwölf Plätze.

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