Turbulenzen im "Himmelstörle" Theatergruppe zeigt sich in Bestform

Eine Attacke aufs Zwerchfell fuhr die Theatergruppe des Musikvereins Laufen bei ihrem Theaterabend im Laufener Ortszentrum. Nicht nur Liebhaber von Mundartkomödien kamen voll auf ihre Kosten.

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    Die Tarnung hilft nichts: Willi Nädele ist erkannt. Fotos: Anita Urban
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Heftiges "Schneetreiben", so der Titel des Stückes, herrschte beim fröhlichen und unterhaltsamen Theaterabend des Musikvereins Laufen am Kocher im proppenvollen Ortszentrum in Laufen und erfreute die Anhänger schwäbischer Komödien. Prächtig eingestimmt wurde das Publikum durch Musikstücke der Jugendgruppe unter der Leitung von Thomas Frank.

Auf der zweigeteilten Bühne war eine für die Schwäbische Alb typische und in die Jahre gekommene Pensionskulisse mit Empfang und Aufenthaltsraum aufgebaut. Zur Handlung: Alwine Schebs, die kreative Aushilfe in der Pension "Himmelstörle", hervorragend verkörpert von Edeltraut Kengeter, ist während eines heftigen Schneetreibens damit beschäftigt, ein Gedicht mit dem schwäbischen Titel "Schneegestöber" zu verfassen. Gegen gelegentliche Schreibblockaden hilft ein Selbstgebrannter und beim Schneeschippen mit Schnapsfahne geht sie ab wie ein Schneepflug.

Einen kräftigen Schluck benötigt auch die attraktive Pensionswirtin Eva Keck, glänzend gespielt von Judith Eberst im schönen Trachtenkleid. Ihre Pension läuft seit einiger Zeit nicht mehr besonders und braucht dringend einen Modernisierungsschub. Deshalb hat sie sich eine sehr zeitgemäße Marketingstrategie einfallen lassen: Sie arrangiert "Blind Dates".

Die ersten Gäste werden bereits erwartet. Der bislang so treue Strickwarenfabrikant Willi Nädele (eine Paraderolle für Wolfgang Helmli) und sein Stammtischbruder, der Mechaniker Udo Heiwender (überzeugend gespielt von Herbert Hauser), der die Worte "Ich liebe Dich" scheut, "weil sich des auf schwäbisch so bled ahört", versprechen sich vom gebuchten Wochenende auf der Schwäbischen Alb eine anregende Abwechslung.

Die tatsächlichen Überraschungen sind aber noch viel größer, als die beiden Blind-Dater und Warmduscher sich träumen lassen. Als ein weiterer Gast, Wenzel Pliefke, ein angeblicher TV-Producer und Frauenschwarm (charmant verkörpert von Timo Schreckenhöfer) eintrifft und Gerlinde Nädele (Andrea Hermann brilliert als Willis Ehefrau) samt Manuela Schicker, der Verlobten von Udo Heiwender aus Stuttgart (in dieser Rolle glänzte Nicole Wahl) im "Himmelstörle" einchecken, ist das Chaos perfekt.

Um nicht erkannt zu werden, muss sich Willi Nädele sogar einen Eimer aufsetzen und sucht Silberfischle auf dem Boden. Sein Stammtischbruder Udo versteckt sich hinter dem Empfangstresen.

In diesem turbulenten Theaterstück in zwei Akten folgte ein Höhepunkt dem anderen, denn die Akteure verstanden es hervorragend, dem Laufener Publikum die alltäglichen Irrungen und Wirrungen in den Pensionsräumen mit viel Witz und Ironie nahezubringen.

In einer Pause des 100-Minuten-Stückes animierte das Stammorchester in kleiner Besetzung unter der Leitung von Heinz König mit einem musikalischen Rahmenprogramm zum Mitsingen.

Der Vorsitzende des Musikvereins André Frank bedankte sich mit Präsenten bei den hochkarätigen Schauspielern, die sich unter großem Beifall vor dem begeisterten Publikum verneigten sowie bei Angelika Hofmann und Brunhilde Busse, die Regie geführt hatten.

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