SPD-Ortsverband diskutiert über Rechtsruck

Die Gaildorfer SPD hat sich über aktuelle politische Entwicklungen unterhalten. Auch die AWO war ein Gesprächsthema.

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Auch wenn die letzte Landtagswahl in Baden-Württemberg nicht so endete, wie es sich die Genossen vorgestellt hatten – die SPD lebt. Dies wurde auch bei der Mitgliederversammlung des SPD-Ortsverbandes Gaildorf-Limpurger Land deutlich. Und weil nach der Landtagswahl vor der Bundestagswahl ist, wollen auch die Gaildorfer Sozialdemokraten wieder Präsenz zeigen. So auch beim Pferdemarkt, wo man wieder mit einem Stand vertreten sein will.

Interessant wurde die Diskussion beim Punkt „Wir müssen den Marsch nach rechts aufhalten, aber wie?“ Dabei sammelten die Gaildorfer Genossen viele Gründe, warum die Wähler von den traditionellen Parteien in das rechte Spektrum abwandern. Vor allem wurde kritisiert, dass die geleistete Arbeit der SPD, auch in der großen Koalition in Berlin, zu wenig gewürdigt wird. Dabei sei sozialdemokratische Politik durchaus erfolgreich gewesen, beispielsweise der Mindestlohn oder neue Ideen zur Rente.

Falls die Abwanderung nach rechts nicht gestoppt werden kann, sieht es schlecht für einen Regierungswechsel aus: Rot-Rot-Grün hätte derzeit keine Mehrheit im Bundestag. Auch die Frage nach dem Kanzlerkandidaten wurde diskutiert: „Sigmar Gabriel oder doch Martin Schulz?“ Die Gaildorfer halten es wie ihre Bundespartei. Eine Antwort auf diese Frage wurde nicht gegeben.

Und auch einen erfolgsversprechenden Lösungsvorschlag, wie der Rechtsruck gestoppt werden kann, gab es nicht. Was auch nicht verwundert. Schließlich suchen auch die Parteispitzen – und nicht nur bei der SPD – nach der entscheidenden Eingebung. Dennoch wollen die Gaildorfer Genossen ihren Beitrag leisten und beim nächsten Pferdemarkt das Gespräch mit dem Bürger suchen und dabei die Arbeit der SPD positiv hervorheben.

Am Ende gab es noch eine erfreuliche Nachricht: der Ortsvereinsvorsitzende Karl Eichele konnte zwei neue Mitglieder in den Reihen begrüßen.

Werner Hepp, AWO-Geschäftsführer in Schwäbisch Hall, hat zudem über die Arbeiterwohlfahrt (AWO) und ihre Aktivitäten, auch in Gaildorf, informiert. Die AWO ist eng mit der SPD verbunden, liegen die Wurzeln doch bei beiden in der Arbeiterbewegung. Die AWO in Schwäbisch Hall beschäftigt Sozialpädagogen, Sozialarbeiter, Erzieher, Kranken- und Gesundheitspfleger, Teilnehmer an FSJ (Freiwilliges Soziales Jahr) und BFD (Bundesfreiwilligendienst). Die Hauptarbeit der AWO in Gaildorf wird vor allem in den Schulen geleistet. Dort soll vor allem die Bildungsbenachteiligung abgebaut werden und ein sozial inklusives Angebot für Migrantenkinder gemacht werden.

Ein weiteres Aufgabenfeld gilt dem Bereich Familien und Kinder. Hier stehen die intensive sozialpädagogische Beratung und Unterstützung von Familien im Mittelpunkt. Die Gaildorfer Genossen wünschen sich, dass auch in Gaildorf eine Familienberatungsstelle eingerichtet wird. Hepp zeigte sich gegenüber dem Wunsch aufgeschlossen, auch wenn einige Rahmenbedingungen erfüllt werden müssen: Räume und finanzielle Unterstützung.

Die AWO unterstützt auch erwachsene Flüchtlinge bei ihrem Integrationsprozess. Die Wohlfahrt leistet außerdem sozialpädagogische Begleitung für minderjährige Flüchtlinge. Als letzten Punkt erwähnte Werner Hepp noch die Angebote für Senioren. Nachfragen gab es hier vor allem zum Bereich „Essen auf Rädern“.

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