SO EBBES vom 12. Juli 2014

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  • Das Kochertal dient schon lange als Filmstudio: Die Fahrt des Hitlerattentäters Georg Elser im November 1939 von Heidenheim nach München wurde 1987 mit dem Dampfzug bei Bröckingen auf Film gebannt (Bild rechts). Die Lok trug dabei Adler samt Hakenkreuz. Um einen Zugüberfall ging es in einer Fernsehproduktion bei Laufen (links). Privatfotos 1/4
    Das Kochertal dient schon lange als Filmstudio: Die Fahrt des Hitlerattentäters Georg Elser im November 1939 von Heidenheim nach München wurde 1987 mit dem Dampfzug bei Bröckingen auf Film gebannt (Bild rechts). Die Lok trug dabei Adler samt Hakenkreuz. Um einen Zugüberfall ging es in einer Fernsehproduktion bei Laufen (links). Privatfotos
  • Hansdampf in allen Gassen, Theologe mit jeweils halber Pfarrstelle in Fornsbach und Kirchenkirnberg und starkes Bindeglied: Pfarrer Steffen Kaltenbach. 2/4
    Hansdampf in allen Gassen, Theologe mit jeweils halber Pfarrstelle in Fornsbach und Kirchenkirnberg und starkes Bindeglied: Pfarrer Steffen Kaltenbach. Foto: 
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  • Glück für die Kinder, die zufällig vorbeikamen: Es war noch genügend Popcorn übrig. 4/4
    Glück für die Kinder, die zufällig vorbeikamen: Es war noch genügend Popcorn übrig. Foto: 
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Die Fornsbacher haben ein rauschendes Fest gefeiert. Die Party zum 650-jährigen Bestehen des Ortes wird vielen noch lange in Erinnerung bleiben. Pfarrer Steffen Kaltenbach, ein starkes Verbindungsglied im Dorf, hatte bereits im Vorfeld und in Grußworten den Slogan geprägt: "Fornsbach lebt!" Und das haben die Bewohner sehr selbstbewusst und eindrucksvoll bewiesen (wir berichteten). hof

Im Museumsdorf Wackershofen entstehen derzeit große Teile des Films "Georg Elser". Der Schreiner aus Königsbronn zündete am 8. November 1939 im Münchner Bürgerbräukeller eine Bombe. Das Attentat gegen Hitler und nahezu die gesamte NS-Führungsspitze scheiterte aber. Die Nazis hatten 13 Minuten vor der durch einen Zeitzünder ausgelösten Explosion den Saal verlassen. Es ist übrigens nicht der erste Film über den deutschen Widerstandskämpfer, der im Kochertal gedreht wurde: 1987 wurde die Reise von Johann Georg Elser von Heidenheim nach München im Kochertal in einer Produktion des damaligen Süddeutschen Rundfunks (SDR) auf Film gebannt. Im Gaildorfer Westbahnhof wurde der Zug des Vereins DBK Historische Bahn mit einer Vielzahl von Requisiten versehen, die der SDR mit einem Lastwagen mitgebracht hatte. Vorne an der Lok sollte ein Reichsadler auf einem Hakenkreuz prangen. So mancher Passant am Bahnhof kommentierte dies - in Unkenntnis der unmittelbar anstehenden Filmaufnahmen - in Richtung Lokpersonal: "Da übertreibt ihr jetzt aber ein wenig." Der größte Teil der Aufnahmen für diesen Film entstand zwischen der Kocherbrücke und Bröckingen.

Am Bahnübergang in Bröckingen wurde im Jahr 2000 der Unfalltod des US-Generals George S. Patton vom November 1945 für eine Doku-Reihe nachgedreht. Die Dampfzüge im Kochertal spielten auch bei weiteren Produktionen eine Rolle, so auch beim Film über den deutschen Generalfeldmarschall Erwin Rommel.

Um "leichtere Kost" ging es bei der Produktion der Sendung "Abendschau unterwegs", bei dem der Dampfzug kurz vor Laufen von den Schwarzpulverschützen aus Sulzbach "überfallen" wurde. Diese Art von "Wild West" kam bei den Schützen, den Dampfbahnern und auch den Fahrgästen gut an. Was den Sulzbacher Schützen allerdings richtig sauer aufstieß war, dass sie im Fernsehbericht dann als "Hohenloher Trapper" aus dem "Haller Land" bezeichnet wurden. Angesichts dieser Unkenntnis war es dann vielleicht gut, dass sich dieser Moderator nicht mehr bei den Schützen blicken ließ.Die Filmvorstellung im Schlosshof - der Auftakt zum siebten Gaildorfer "Open Air Kino" - war bereits in vollem Gang, als eine muntere Kinderschar vom Schlosskindergarten mit Erzieherinnen und Begleitern am Schlossgraben vorbeizog. Sie kehrten von ihrer Nachtwanderung zurück, die sie über den Bolzplatz in Münster und einem Grillabend am dortigen Grillplatz zum Kindergarten führen sollte. Dort durften die Kleinen zum letzten Mal in der ihnen bekannten Umgebung nächtigen. Nach den Sommerferien werden sie nämlich die Schulbänke drücken dürfen.

Im Schlossgraben waren "Köche" und "Wirte" des Kinovereins Sonnenlichtspiele gerade dabei, ihre Gerätschaften aufzuräumen. In der Popcornmaschine türmte sich aber noch genügend Crunchfutter. So kam jedes Kind noch in den Genuss einer reichlich gefüllten Tüte Popcorn. Mit dieser Aktion hat der Kinoverein bestimmt einige künftige Kinogänger gewonnen.

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