Schwäbischer Charme und internationales Flair beim Gaildorfer Samstag

Die Regentropfen konnten dem Gaildorfer Samstag nichts anhaben. Die wurden längst mit einem tollen Programm, dem Charme einer schwäbischen Kleinstadt und internationalem Flair wettgemacht.

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Die Samba-Tänzerinnen.  Foto: 

Ein derart buntes Stadtbild hätten die Gaildorfer Bürger gern an jedem Tag im Jahr. Doch wäre dem so, dann hätte das Stadtfest am ersten Samstag im Juli seine Einmaligkeit verloren. Gewerbetreibende und Händler arbeiten hin auf diesen besonderen Tag, um vielleicht ein paar Euro zusätzlich in die Kasse zu kriegen. Kinder freuen sich darauf, beim Flohmarkt im Schlosshof ihre gebrauchten Spielsachen gegen ein paar Cent loszuwerden, Musiker auf einen Auftritt vor dankbarem Publikum und Vereine haben ein geeignetes Forum, um sich zu präsentieren. Tische, Bänke und Verpflegungsstände lockten auf die Straße und zu diversen Plätzen der Innenstadt.

Schlag 11 Uhr standen Bürgermeister Ulrich Bartenbach und Braumeister Steffen Manske am Marktplatz, um Freibier für alle zu zapfen.

Fußball-WM und Multi-Kulti-Betrieb blieben nicht außen vor. Die Farben Grün und Gelb mischten das Schwarz-Rot-Gold erheblich auf. Und spätestens als die Tänzerin Damiana Koch auf der Bildfläche erschien, war ein Hauch von Brasilien herübergeschwappt. Vielleicht schwärmt sie künftig ebenso von Gaildorf mit seinen netten, freundlichen Menschen wie Abbas Choudhary, der beim Krämermarkt in der Kirchstraße Uhren, Gürtel und Hosenträger zum Verkauf anbot.

Helena Faltinski äußerste sich ebenfalls positiv: "Es ist immer schön, wenn hier was geboten ist." Zusammen mit Tochter Elli und den Eltern, die vor 20 Jahren aus der Ukraine nach Gaildorf gekommen waren, genoss sie den ereignisreichen Tag. Inmitten seiner hübschen Vögel aus Keramik konnte Kunsthandwerker Arslan Yücel von der Schulstraße aus das fröhliche Treiben bestens überblicken.

Auch Sport und Kultur kamen nicht zu kurz. Das Boule-Turnier der Kulturschmiede auf der Kocherwiese war gut frequentiert, die Showbühne beim Kino sowieso. Auch das Heimatmuseum und der Folterkeller im Alten Schloss hatten geöffnet, doch danach stand den Festbesuchern eher weniger der Sinn. Ob Marktplatz, Graben- oder Schulstraße, alle paar Schritte gabs Musik. Bei der Brunnenhocketse der Stadtkapelle im Hof der Stadtschule ließ sich dazu ein Plätzchen für den Nachmittagskaffee finden. Nicht die großen Massen, aber viele gut gelaunte Menschen waren unterwegs und schrieben somit weiter an der Gaildorfer-Samstag-Erfolgsgeschichte.

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