Schloss-Realschule Gaildorf: Abschiedsfeier für 119 Schüler

119 Schülerinnen und Schüler haben sich endgültig von der Schloss-Realschule Gaildorf verabschiedet. Nun stehen ihnen alle Türen offen. Dies wurde am Freitagabend gebührend gefeiert.

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  • Spontan gegründet: der klassenübergreifende Chor bei seinem Auftritt. 1/3
    Spontan gegründet: der klassenübergreifende Chor bei seinem Auftritt.
  • Ernteten viel Beifall: Marcel Widmann und Pascal Acker rocken den Saal. 2/3
    Ernteten viel Beifall: Marcel Widmann und Pascal Acker rocken den Saal.
  • Ein Gruppenbild zum Abschied: die scheidenden Realschülerinnen und Realschüler vor dem kurzweiligen und auch bewegenden Festabend in der Gaildorfer Limpurghalle. 3/3
    Ein Gruppenbild zum Abschied: die scheidenden Realschülerinnen und Realschüler vor dem kurzweiligen und auch bewegenden Festabend in der Gaildorfer Limpurghalle. Foto: 
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Bevor sich die 119 Schloss-Realschüler voll und ganz ihrer Zukunftsplanung widmen werden, standen Zeugnisübergabe und Abschlussfeier auf dem Programm: Am Freitagabend feierte der Abschlussjahrgang seinen Abgang in der Limpurghalle in Gaildorf.

Rektorin Michaela Staleker beschrieb diesen für die Schüler einmaligen Moment treffend mit den Worten: "Die Stunde der Wahrheit ist gekommen!" Da die Schüler in jüngster Zeit die drei großen Weltreligionen ausführlich behandelt hatten, bezog sie sich dabei auf die Berufung Abrahams in der Bibel. Genau wie Abraham seien die Schüler nun gezwungen, ihr Leben in die Hand zu nehmen und auf ihre Art "wegzuziehen". Wer ein Ziel habe, dürfe den Weg nicht scheuen, auch wenn dieser sicherlich "kein bequemer Spaziergang" sein werde, so die Rektorin.

Ihrer Ansicht nach ist die Schule lediglich eine Art Starthilfe, eine Vorbereitung auf das wirkliche Leben durch Vermittlung von Wissen, Werten und bestimmten Fähigkeiten. Irgendwann müsse jeder das "Nesthockersyndrom" überwinden und "Hotel Mama" den Rücken kehren. Der Realschulabschluss sei lediglich ein erster Schritt auf dem Weg in ein selbstbestimmtes Leben.

119 Schülerinnen und Schüler taten diesen Schritt und nahmen nun endlich ihr lang ersehntes Abschlusszeugnis entgegen. Dabei wurden 23 von ihnen für besondere Leistungen mit einem Preis ausgezeichnet, ebenso viele erhielten eine Belobigung.

Jedoch stand an diesem Abend nicht nur die Zeugnisausgabe im Mittelpunkt des Interesses, denn das Rahmenprogramm wurde hauptsächlich vom Abschlussjahrgang gestaltet, der sowohl sich selbst als auch die Schloss-Realschule hervorragend zu präsentieren wusste. Den Anfang machte die Tanzgruppe "L.A.", bestehend aus engagierten Schülerinnen, die sich zu einem Medley verschiedener Musikrichtungen gekonnt in Szene setzten. Darauf folgten musikalische Auftritte von Schülern, die genau wie die Tanzgruppe mit lautem Applaus belohnt wurden.

Ein spontan gegründeter klassenübergreifender Chor überzeugte zunächst mit der gefühlvollen Ballade "The Rose", um anschließend die Schule augenzwinkernd "On A Jet Plane", aber selbstverständlich ohne Original-Sänger John Denver zu verlassen. Als erste Einzelkünstlerin traute sich Jacqueline Beißwenger, begleitet von Musiklehrer Frieder Geiger, auf die Bühne. Ihr Flügelhorn ließ "One Moment in Time" erklingen, Nervosität war ihr kaum anzumerken. Pascal Acker schlug mit Tabea Beißwenger auf dem Klavier eher leise und emotionale Töne an, die beiden spielten vierhändig "Someone Like You".

Doch bereits einige Minuten später rockten er und Marcel Widmann mit Gitarre und Saxophon die Bühne. Besonders gut gefiel dem Publikum "Smoke on the Water", sogar einige bewundernde Pfiffe waren zu hören.

Auch das Blasorchester gab unter der Leitung von Frieder Geiger sein Bestes. Beschwingt startete es mit "Little Brown Jug" und erzeugte über "Piraten der Karibik" einen leisen Hauch von Abenteuer und Entdeckergeist. Zu guter Letzt animierten die Spieler das Publikum zu rhythmischem Klatschen und sorgten somit für ein gelungenes, rundes Ende der Feier.

Eine anstrengende, wissensreiche und ermüdende Zeit liege hinter allen Schülern, sagte Jahrgangsbeste und Sozialpreisträgerin Jasmin Beyer. Jedoch sei in der Schule der Grundstein für Selbstbewusstsein und Intelligenz gelegt worden. Eben diese Eigenschaften seien es, die eine selbstbestimmte Gestaltung der Zukunft ermöglichen würden. Es sei zweitrangig, was für ein Auto man fahre oder ob man studiert habe, fügte sie hinzu. Vielmehr sei es für jeden Einzelnen wichtig, sein Glück zu finden und seine neugewonnene Freiheit bestmöglich zu nutzen. Schließlich richtete Beyer das Wort an die Lehrer und bedankte sich "für den Mut, das Klassenzimmer jeden Morgen aufs Neue zu betreten".

Auch Rektorin Staleker bedankte sich beim Lehrerkollegium - hauptsächlich bei den Klassenlehrern, die ihre Klassen erfolgreich und sicher durch den Prüfungsdschungel geführt hatten. Unter ihnen ist Alfred Brodt, der bereits zwei Generationen in der Familie eines Schülers unterrichtet hat und nach 41 Jahren Berufstätigkeit in den Ruhestand verabschiedet wurde.

Nach dieser offiziellen Veranstaltung stand einer großen Party nichts mehr im Weg, und die ehemaligen Schüler konnten es wie von Christoph Stier, Vertreter des Elternbeirats, vorgeschlagen, noch einmal "richtig krachen lassen." Seitens der Stadt Gaildorf war Beigeordneter Frank Zimmermann unter den Gästen.

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