Reise weckt die Lust am Malen

Was haben die Griecheninsel Santorin und Elvis Presley gemeinsam? Sie liefern Sieglinde Hiller Motive für ihre künstlerischen Experimente. Das RUNDSCHAU-Fenster zeigt einen Querschnitt ihrer Arbeiten.

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Urlaubsimpressionen, Blumensträuße oder Elvis-Köpfe in farbigen Siebdrucken: Sieglinde Hiller aus Fichtenberg zeigt ihre Arbeiten im RUNDSCHAU-Fenster. Foto: Hofmann

Ein Sitzplatz auf der Terrasse mit Blick auf das blaue Meer, ringsum die üppige mediterrane Vegetation, davor die Staffelei. Gerne erinnert sich Sieglinde Hiller an den Aufenthalt auf Santorin. Die Studienkontaktreise im Jahr 1987 sorgte dafür, dass ihre Lust auf Malerei einen Schub bekam. Hier entstand eine ganze Reihe an Urlaubsimpressionen, festgehalten auf eindrucksvollen Aquarellbildern.

Bereits in Jugendjahren konnte die Hobbykünstlerin ihre Talente unter Beweis stellen, zum Beispiel beim Gestalten von Plakaten für Feste oder Ausstellungen. Ihr Berufswunsch war klar: Kunst studieren und dann irgendetwas in dieser Richtung machen. Doch ihr Vater, ein Ingenieur, dachte anders. Er ließ sie testen und kam zu dem Schluss, dass eine technische Ausbildung für seine Tochter wohl besser sei. Also lernte sie zunächst technische Zeichnerin und setzte später die Ausbildung zur Maschinenbautechnikern oben drauf.

Halb Berlinerin, halb Westfälin, führte der Berufsweg Sieglinde Hiller in größere Städte wie Frankfurt und Stuttgart, ehe sie im Jahr 2002 in Fichtenberg landete. Eine ländliche Gegend sollte es sein im Ruhestand, aber mit Nähe zur Stadt. Die idyllisch gelegene Rottalgemeinde schien ihr ideal, und heute genießt sie den Ausblick auf viel Wald und den Diebachsee. Sie singt in beiden Chören des Gesangvereins und ist an ihrem neuen Wohnort auch schon ein bisschen heimisch geworden.

Nicht immer hatte sie ein so ruhiges Leben wie in Fichtenberg. Es war für sie eine schwierige Zeit, als sie den Vater pflegte. Auch ihre eigene Gesundheit litt. Die Malerei war und ist für sie nicht nur Leidenschaft und sinnvolle Freizeitgestaltung, sondern ein Stück weit auch Therapie.

Nach Santorin ließ ihr künstlerischer Drang nicht nach. Sie buchte einen Kurs im Kloster Irsee im Ostallgäu, für den sie sich mit ihren Arbeiten bewerben musste. Und diesmal sollte es eine ganz andere, schwierigere Technik sein: Handsiebdruck. Als Elvis-Fan nahm sie sich den Kopf ihres Idols vor, um daran zu experimentieren. Inzwischen hantiert sie auch mit Acryl- oder Plakatfarben. Ihre Lieblingsmotive sind Landschaften, Blumen, Menschen. Auch Tiere sind ab und zu an der Reihe, wie zum Beispiel die drei Katzen vom Nachbarkind Davina. Die wollte ihre Lieblinge in den Farben rot, blau und rosa verewigt haben. Diesen Wunsch hat Sieglinde Hiller ihr auch gern erfüllt, als Scherenschnitt-Bild. Bis Mitte Juli sind Arbeiten von ihr in den Fenstern des Verlagsgebäudes in der Grabenstraße ausgestellt.

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