Raimund Horbas verliert Wahl in Obrigheim

Raimund Horbas hat die Bürgermeisterwahl in Obrigheim verloren. Der 38-Jährige spricht in seiner Analyse von einem "Mentalitätsproblem".

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Obrigheim liegt in Baden und dort ticken die Uhren bekanntlich anders als im Schwabenland. Der Gaildorfer Leiter des Ordnungs-, Kultur- und Standesamtes wollte an dem ehemaligen Kernkraftwerk-Standort Bürgermeister werden. Das hat gestern nicht geklappt. Auf Horbas entfielen nur 9,09 Prozent der Stimmen. Am meisten Zustimmung sicherte sich mit 47,2 Prozent Achim Walter vor Richard Zorn (24,04 Prozent), Christoph Klotz (14,02 Prozent) und Christoph Lunczer (5,26 Prozent). Der Kandidat aus Gaildorf kann sich erinnern, dass er während des Wahlkampfes drei Mal auf das Thema Schwabenland angesprochen worden sei. "Sie sind doch der Schwabe", habe es jeweils geheißen. Somit, meint Horbas, "habe ich einfach nicht in die badische Mentalität gepasst". Die Obrigheimer wollten "mit einem Schwaben nichts zu tun haben".

Selbstverständlich sei er von dem Ergebnis enttäuscht. Schließlich habe er viel Mühe und Zeit investiert und auch eine vielfach gelobte Internet-Präsenz aufgebaut. "Aber sicher hat man das zu respektieren", sagte Raimund Horbas Sonntagabend auf dem Heimweg in Richtung Limpurger Land.

Ob er einen erneuten Vorstoß unternehmen möchte, nochmals irgendwo Bürgermeister zu werden, wisse er im Moment nicht. "Ob ich das nochmal probiere - ich muss erst mal in mich gehen", erklärte der Verwaltungsfachmann in einer ersten persönlichen Bilanz.

Für ihn beginnt nun erst mal wieder der Alltag: "Mein Urlaub ist zu Ende, ab heute bin ich wieder im Gaildorfer Rathaus." Auch wenn eine Wahlniederlage persönlich schmerzen kann, wird man dort vermutlich froh sein, kurz nach der Bürgermeisterwahl einen erfahrenen Verwaltungsfachmann nicht ersetzen zu müssen.

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