Oberroter Ratsmitglieder bringen den Kommunalhaushalt für 2014 auf den Weg

Einstimmig haben sich die Mitglieder des Oberroter Gemeinderates am Montag für den Entwurf des neuen Haushaltsplanes ausgesprochen. Das Zahlenwerk sieht auch einen tiefen Griff in den Sparstrumpf vor.

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Nach Großprojekten wie dem Bau der nördlichen Entlastungsstraße will man sich im Oberroter Rathaus in den nächsten Jahren auf Pflichtaufgaben beschränken und mit den vorhandenen Finanzmitteln vorsichtig umgehen. Archivfoto: Peter Lindau

Noch ist die Zuführungsrate vom Verwaltungs- in den Vermögenshaushalt positiv. Die im Oberroter Haushalt für das Jahr 2014 ausgewiesenen 770.000 Euro sind eine beachtliche Summe und stellen den Investitionsspielraum der Kommune dar. Doch Bürgermeister Daniel Bullinger mahnt weiterhin eine "sparsame und wirtschaftliche Mittelbewirtschaftung" an. Aus seiner Sicht wird das Haushaltsjahr 2014 kein einfaches werden.

Auf der Einnahmenseite kalkuliert Kämmerin Petra Walch mit gerade mal einer Million Euro Einnahmen aus der Gewerbesteuer. Um alle angestrebten Projekte stemmen zu können, greift die Gemeinde Oberrot tief in den Sparstrumpf. Mit Hilfe von 1,5 Millionen Euro aus den Rücklagen will man ohne Kredit über die Runden kommen. Allerdings, gibt der Bürgermeister zu bedenken, solle man bedenken, dass "auch Rücklagen endlich sind".

Umfrangreiche und teure Sanierung geplant

Für die Folgejahre gelte daher umso mehr, dass notwendige Maßnahmen zum Erhalt der Infrastruktur und einer Verbesserung der Lebensqualität zwar angegangen werden sollen, "mehr aber auch nicht", so der Bürgermeister. Aus der Vergangenheit seien noch einige Projekte abzuarbeiten. Dazu zählt unter anderem die umfangreiche und teure Sanierung der Steinäckersiedlung. Bürgermeister Bullinger rechnet auch damit, dass die Bedarfsanalyse für das Hirsch-Areal in diesem Jahr abgeschlossen wird.

Kämmerin Petra Walch wurde für ihr umsichtiges Handeln und die präzise Verwaltung der Kommunalfinanzen gelobt. Uli Roll sprach ihr ein Kompliment "für das soeben präsentierte Werk" aus. Die Ratsmitglieder unterstützen die Finanzpolitik geschlossen und freuen sich, dass man bisher nicht an die finanzielle Leistungsgrenze gehen musste. Denn theoretisch wäre mit dem letzten Haushaltsplan in Oberrot eine Pro-Kopf-Verschuldung von rund 540 Euro möglich gewesen. Doch die Kämmerei nutzte ihren Spielraum für Kredite nicht vollständig aus, so dass die Verschuldung zum Jahresende bei exakt 332,24 Euro je Einwohner lag. Am Ratstisch und in der Verwaltung hofft man, 2014 von teuren Überraschungen verschont zu bleiben. Diverse dringende Arbeiten sind einkalkuliert. So sind für das Jahr 2014 rund 145.000 Euro für die Sanierung der Eugen-Klenk-Straße plus nochmals 20.000 Euro für die Sanierung der Brücke vorgesehen.

Haushalt 2014
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