Nach den Ferien Schwung auf dem Arbeitsmarkt

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Nach einem saisonal bedingten Anstieg der Arbeitslosigkeit im August waren im September wieder deutlich weniger Menschen von Arbeitslosigkeit betroffen. „Wie erwartet konnten vor allem Jugendliche und junge Erwachsene ihre Arbeitslosigkeit nach den Sommerferien beenden und eine Beschäftigung aufnehmen oder eine Ausbildung oder Qualifizierungsmaßnahme beginnen“, so Elmar Zillert, Vorsitzender der Geschäftsleitung der Aalener Arbeitsagentur.

Der Schwung auf dem Arbeitsmarkt hat nach der Urlaubs- und der Ferienzeit wieder deutlich zugenommen. Im September meldeten sich 2491 Personen arbeitslos. Gleichzeitig beendeten 3320 Personen ihre Arbeitslosigkeit.

Die Zahl der Arbeitslosmeldungen liegt um 16,15 Prozent unter dem Vormonatswert und 8,5 Prozent unter dem Wert des Vorjahres. Gleichzeitig konnten fast 27 Prozent mehr Menschen ihre Erwerbslosigkeit beenden als im August. Allein 1009 davon fanden einen neuen Job. Alle Personengruppen haben im zurückliegenden Berichtsmonat bei der Arbeitslosigkeit einen Rückgang verzeichnen können.

Weniger Erwerbslose

So sank die Zahl der ausländischen Arbeitslosen um 253 auf 2190 Menschen, was einem Rückgang um 10,4 Prozent gegenüber dem August entspricht. Ähnlich verhält es sich bei den Arbeitslosen im Alter von über 50 Jahren. Ihre Zahl sank um 1358 auf nunmehr 3133 Menschen, was ein Minus um 4,1 Prozent gegenüber dem Vormonat bedeutet. Die Entwicklung bei den Langzeitarbeitslosen war ebenfalls durch einen Rückgang gekennzeichnet. Ihre Zahl reduzierte sich im September um 96 auf 2652 Personen.

Die insgesamt sehr positive Entwicklung in der Wirtschaft in Ostwürttemberg habe dazu geführt, dass die Zahl der Arbeitslosen im Jahresvergleich um 14,5 Prozent zurückgegangen ist. Das sind 1403 Arbeitslose weniger, als noch vor einem Jahr.

Von der Herbstbelebung auf dem Arbeitsmarkt profitierten im September beide Landkreise. Im Ostalbkreis reduzierte sich die Zahl an Arbeitslosen im Bereich der Grundsicherung (Hartz IV) um 161 Personen auf 2582 und im Versicherungsbereich (Arbeitslosengeld 1) um 326 Personen auf 2576 Arbeitslose. Die Arbeitslosenquote sank um 0,2 Prozentpunkte auf 3,0 Prozent.

Fachkräfte gesucht

Die Nachfrage nach qualifizierten Arbeitskräften ist in Ostwürttemberg nach wie vor sehr hoch und ein Indikator für die gute Stimmung auf dem Arbeitsmarkt. Im September erteilten die heimischen Betriebe dem Arbeitgeber-Service der Agentur für Arbeit Aalen 1349 neue Vermittlungsaufträge.

Die meisten im Berichtsmonat gemeldeten Stellen kamen mit 457 neuen Beschäftigungsmöglichkeiten aus dem Fertigungsbereich. Die Zahl der seit Jahresbeginn gemeldeten Stellen liegt bei 12 545 und damit um 6,3 Prozent höher als im Vorjahr. Betrachtet man das Verhältnis zwischen gemeldeten Stellen und Arbeitslosen in Ostwürttemberg, so kommen insgesamt auf jede offene Stelle rein rechnerisch 1,8 Arbeitslose. Diese Relation hat sich zugunsten der Arbeitslosen entwickelt. Im September 2016 kamen noch 2,3 Arbeitslose auf eine offene Stelle.

Sowohl im Vergleich zum Vormonat, als auch zum Vorjahr kann der Agenturbezirk Aalen die beste Entwicklung in ganz Baden-Württemberg verzeichnen. Mit einem Rückgang der Arbeitslosenzahl um 14,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr liegen Ostalbkreis und Landkreis Heidenheim mit mehr als 7 Prozent über dem Landesdurchschnitt. In Baden-Württemberg sank die Arbeitslosenquote um 0,2 Prozent und liegt nun bei 3,4, während die Quote in Ostwürttemberg um 0,3 auf ebenfalls 3,4 Prozent zurückging.

Arbeitslosenzahl
Ostwürttemberg 8287
(Vorjahresmonat: 9690)
Ostalbkreis 5158
(Vorjahresmonat: 6014)
Landkreis Heidenheim 3129
(Vorjahresmonat: 3676)

Arbeitslosenquote
Ostwürttemberg 3,4%
(Vorjahresmonat: 4,0%)
Ostalbkreis 3,0%
(Vorjahresmonat: 3,5%)
Landkreis Heidenheim 4,3%
(Vorjahresmonat: 5,2%)

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