Mit vielen Freud und Leid geteilt

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Drangvolle Enge herrschte im Gemeindehaus. Der Flohmarkt lockte viele Besucher.  Foto: 

Vor gut 28 Jahren kam Familie Zube aus Obergröningen auf die zweite Gaildorfer Pfarrstelle. „Geplant waren ursprünglich wenige Jahre, aber der Mensch denkt und Gott lenkt. Nach den vorigen Wanderjahren fühlten sich unsere Kinder in Gaildorf und der Kirchengemeinde sehr wohl und wir alle waren innerhalb kurzer Zeit Gaildorfer und sind Gaildorfer geblieben,“ sagt Zube. Sehr viele Familien hat er in dieser Zeit begleitet. Eine ganze Reihe von Gemeindegliedern hat er getauft, sie in der Schule oder als Konfirmanden wiedergetroffen. Manche kamen später auf ihn zu mit der Bitte, sie zu trauen oder ihre Kinder zu taufen. „Irgendwann fühlte ich mich wie ein ganz klassischer Hausarzt, der seine Patienten über die Generationen hinweg kennt“, sagt er im Rückblick. Und jede Begegnung in der Gemeinde, ob mit Kindern, Schülern, Mitarbeitern, Erwachsenen war und ist für mich eine Bereicherung. Ich habe viel von anderen gelernt, immer bemüht, die eine oder andere Anregung in der Kirchengemeinde umzusetzen.“

Neben seinem grundständigen Pfarrdienst gab es immer wieder Projekte, die Rainer Zube wichtig waren. Die Ökumene in Gaildorf gehörte dazu. Viele gemeinsame Gottesdienste hat er vorbereitet, auch Ausstellungen und so besondere Vorhaben wie dieses Jahr die „Nacht der Ökumene“. Und wenn dann noch der „Sonnenhof“ dabei war, wie beim „ökumenischen Kreuzweg“, dann schlug sein Herz noch höher.
Ihm war wichtig, dass schon Schülerinnen und Schüler die jeweils andere Konfession kennen- und schätzenlernen. In jedem Schuljahr besuchte er mit seiner Klasse die evangelische und die katholische Kirche, um mit den Jugendlichen dort Gottesdienst zu feiern.

Achtung vor der Schöpfung

Die Schöpfung war ihm ein Anliegen und die Natur: Unter den verschiedenen Gottesdiensten im Grünen gab’s im Sommer den Schöpfungsgottesdienst mit dem Umweltteam. Gut dazu passt sein Anliegen, dass aus der Stadtkirche eine „Radwege-Kirche“ wird. Denn der Kochertalradweg führt direkt über den Kirchplatz. In diesem Sommer konnte Pfarrer Zube noch das entsprechende Schild neben die Kirchentür schrauben.

Info Gottesdienst zur Verabschiedung von Pfarrer Rainer Zube ist am morgigen Sonntag um 15 Uhr in der Stadtkirche.

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